Folgt der Ausstieg?

Trump-Attacke vor Treffen mit Rutte: "NATO hat versagt"

08.04.2026

Während die Welt gebannt auf die brüchige Waffenruhe im Nahen Osten blickt, sorgt US-Präsident Donald Trump in Washington für den nächsten Wirbel.

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US-Präsident Donald Trump verschärft den Ton gegen die Nato massiv. Kurz vor einem Treffen mit Generalsekretär Mark Rutte hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus lässt er über seine Sprecherin ausrichten, das Bündnis habe "versagt". Die Spannungen zwischen den USA und der NATO erreichen einen neuen Höhepunkt.

Trump erneuert seine fundamentale Kritik an dem Bündnis und wählt dabei drastische Worte. Über seine Sprecherin Karoline Leavitt ließ der US-Präsident kurz vor einem wichtigen Gipfeltreffen eine unmissverständliche Botschaft verlautbaren. Bei einem Pressebriefing zitierte Trump-Sprecherin Karoline Leavitt den US-Präsidenten: "Die Nato wurde getestet und hat versagt." Diese scharfe verbale Attacke kommt zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt und lässt die Alarmglocken in Europa schrillen.

Geheim-Treffen im Weißen Haus

Die knallharte Ansage dient offenbar als Vorbereitung für ein mit Spannung erwartetes Treffen in Washington. Um 21.30 Uhr (MESZ) empfängt Trump NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus. Das Gespräch findet streng abgeschirmt hinter verschlossenen Türen statt. Auf Agenda für dieses Treffen unter vier Augen steht laut Reuters-Journalist Phil Stewart das Schlimmste für das Bündnis im Raum.

Laut den Berichten soll es bei dem Krisengespräch konkret um einen möglichen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Militärbündnis gehen. Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, dass die europäischen Partner zu wenig in ihre Verteidigung investieren würden und sich auf Kosten der USA beschützen ließen.

Ob Trump seine Drohung eines kompletten Rückzugs nun tatsächlich wahr macht oder die harte Rhetorik als Verhandlungstaktik nutzt, um Europa zu höheren Ausgaben zu zwingen, werden die Ergebnisse des heutigen Abends zeigen. Für die Sicherheitsarchitektur Europas steht jedoch enorm viel auf dem Spiel.

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