Heizungsausfall

Russischer Luftangriff: Tausende Ukrainer müssen in Wohnsilos frieren

20.01.2026

Russland hat erneut mit massiven Luftangriffen die Energieversorgung in der Ukraine attackiert. 

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Dabei wurde in der Region um die Hauptstadt Kiew ein Mann getötet, wie Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mitteilte. Zudem seien dort zwei Tankstellen beschädigt worden. In der Hauptstadt selbst fiel nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in Tausenden Gebäuden die Heizung aus. Davon seien fast 5.635 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen.

Bei dem Großteil der Gebäude sei die Wärmeversorgung nach einem früheren Angriff vom 9. Jänner gerade erst wiederhergestellt worden. Zudem sei es zu Störungen bei der Strom- und Wasserversorgung gekommen. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein.

Vorläufigen Informationen nach gab es auch eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen und Wohnhäusern traf es auch private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.

Für Kiew ist dies der schlimmste Winter seit Kriegsbeginn. Russland beschießt in seinem Krieg gegen die Ukraine systematisch das Energiesystem des Nachbarlands. Inzwischen ist das Netz so geschwächt, dass es täglich zu stundenlangen Stromausfällen kommt. Mehrere schwere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt zu Beginn des Jahres und anhaltende starke Fröste verschärfen die Situation für viele Menschen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, Wasser holen oder ihr Handy aufladen können.

Auch Odessa und Winnyzja von Moskau ins Visier genommen

Auch in der südlichen Schwarzmeer-Region Odessa wurde den Behörden zufolge eine Energieanlage beschädigt. In der Hafenstadt Tschornomorsk habe zudem eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben. In der westlichen Region Winnyzja wurde demnach ebenfalls eine Anlage der kritischen Infrastruktur attackiert. 

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