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Nach Trump-Ansage: Iran antwortet auf 15-Punkte-Plan der USA
26.03.2026Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf den 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs in der Golfregion übermittelt.
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Zudem sollen die USA und Israel gezielte Tötungen einstellen, heißt es offenbar in der Replik Teherans. Der Iran verlangt außerdem Garantien, die einen erneuten Krieg verhindern sollen. Als unwahrscheinlich gilt, dass die USA zwei weitere iranische Forderungen akzeptieren: Kriegsentschädigungen und die Anerkennung iranischer Hoheitsrechte über die Straße von Hormuz, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Energiehandels laufen.
Ein ranghoher offizieller Vertreter des Iran sagte gegenüber Reuters, der US-Vorschlag sei in Teheran als "einseitig und unfair" eingestuft worden. Womöglich könne man dennoch vorankommen, sollte "Realismus in Washington vorherrschen". Es gebe aber "noch keine Vereinbarung für Verhandlungen, und kein Plan für Gespräche erscheint zum jetzigen Zeitpunkt realistisch". Teheran wirft Washington zudem vor, lediglich Zeit gewinnen zu wollen: Die USA bereiteten sich im Hintergrund auf eine Bodenoffensive im Iran vor und versuchten zugleich, den Ölpreis niedrig zu halten.
Witkoff sieht "starke Anzeichen" für Deal mit Teheran
Dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zufolge gibt es in den Kontakten zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Kriegs gute Aussichten auf Erfolg. "Wir haben starke Anzeichen, dass es eine Möglichkeit gibt", sagte er am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Zudem bestätigte er die Übermittlung des 15-Punkte-Plans zur Beilegung des Kriegs an den Iran.
"Wir werden sehen, wohin die Dinge führen, und ob wir den Iran davon überzeugen können, dass dies der Wendepunkt ist, an dem es für ihn keine besseren Alternativen gibt als noch mehr Tod und Zerstörung", sagte Witkoff. Wenn es zu einer Einigung komme, sei das gut für den Iran und die gesamte Region.
Vertrauliche Gespräche mit dem Iran
Witkoff sagte, der 15-Punkte-Plan sei über die pakistanische Regierung übermittelt worden und bilde den Rahmen für ein Friedensabkommen. Es seien daraufhin Gespräche mit dem Iran zustande gekommen, deren Inhalt jedoch vertraulich bleiben solle.
Bisher viel Widersprüchliches in Sachen Verhandlungen
Die Meldung, wonach der Iran eine Antwort auf den US-Plan übermittelt habe, ist die bisher letzte Wendung in einem Hin und Her aus unterschiedlichen Signalen der beiden Kriegsparteien. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Washington einmal mehr beteuert, dass Verhandlungen im Gange seien und die Führung der Islamischen Republik unbedingt einen "Deal" erreichen wolle. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück.
Deutlich wurde Trump auf seinem Online-Dienst "Truth Social": Es gebe sehr wohl Verhandlungen mit dem Iran und "die iranischen Verhandler sind ganz anders und 'seltsam'. Sie 'flehen' uns an, einen Deal abzuschließen, was sie auch tun sollten, da sie militärisch vernichtet wurden und null Chancen auf ein Comeback haben, und dennoch erklären sie öffentlich, dass sie unseren Vorschlag lediglich 'prüfen'. FALSCH!!!". Weiters schreibt Trump in einem Beitrag: "Sie sollten besser bald ernst machen, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!"
Pakistan bestätigt Vermittlung zwischen USA und Iran
Während aus den USA und dem Iran unterschiedliche Angaben über die Existenz von Verhandlungen kamen, bestätigte Pakistans Außenminister Ishaq Dar, dass sein Land Botschaften zwischen diesen beiden Ländern vermittle. Dar teilte auf der Plattform X mit, sein Land habe Nachrichten zwischen beiden Ländern weitergeleitet. In diesem Kontext sei auch der 15-Punkte-Plan der Vereinigten Staaten geteilt und vom Iran erwogen worden, so der Minister weiter. Auch die Türkei und Ägypten sowie weitere nicht benannte Staaten unterstützten demnach die Initiative.
Bezüglich des Inhalts des 15-Punkte-Plans der USA lehnte es das Weiße Haus bisher ab, Einzelheiten zu nennen. Aus israelischen Regierungskreisen verlautete jedoch, gefordert würden unter anderem die Wiederöffnung der für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport enorm wichtigen Straße von Hormuz, die Beseitigung der iranischen Bestände an hochangereichertem Uran, die Eindämmung des iranischen Raketenprogramms sowie ein Ende der finanziellen Unterstützung für Verbündete des Iran im Nahen Osten.
Israel rechnet nicht mit Einlenken des Iran
In Israel, das gemeinsam mit den USA den Iran Ende Februar angegriffen und damit den Krieg ausgelöst hatte, ist man einem Insider zufolge jedoch skeptisch, dass die Führung in Teheran den Bedingungen zustimmt. Sechs weiteren Insidern zufolge hat der Iran Vermittlern mitgeteilt, dass der Libanon in ein etwaiges Waffenruheabkommen mit den USA und Israel einbezogen werden müsse. Israel bekämpft im Libanon die mit dem Iran verbündete radikalislamische Hisbollah-Miliz.