Trümmerfeld und Kälte in Japan
Zehntausende warten im Schnee auf Hilfe
Das Leiden der Opfer der Katastrophe wird immer extremer.
Trauer, Entsetzen und Verzweiflung wachsen in den Tsunami-Todeszonen im Nordosten der Japan-Hauptinsel Honshu. Während die Überlebenden in den Trümmerhalden der ausradierten Küstenorte nördlich der Millionenstadt Sendai immer noch im Schlamm nach Opfern suchen, wird die Versorgungslage brenzlig: 450.000 flüchteten bisher in Evakuierungszentren. Doch auch dort fehlt es an vielem: Oft fällt der Strom aus, die Beheizung ist unzureichend, Nahrungsmittel sind knapp. „Es gibt nur wenige Reisbälle pro Tag, kaum Wasser“, beklagt sich der Taxifahrer Shishido Yoshio gegenüber ÖSTERREICH, als er in einer Trümmerhalde nahe des Flughafens in Sendai sein zerstörtes Hauses begutachtet: „Die Lage wird für uns hier immer verzweifelter.“
Herbert Bauernebel