Gegen Braga

0:0 – Austria erkämpft Remis und scheidet aus

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Fehlende Kaltschnäuzigkeit bedeutet am Ende ein 0:0 gegen Sporting Braga, womit sich die Austria aus dem Europacup verabschiedet.
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Zum ersten Mal gefährlich wurden die Veilchen in der 10. Minute, als Julian Hettwer sein Tempo in Szene setzte, den Abschluss dann aber weit über das Tor beförderte.

Auf der Gegenseite verpasste Navarro eine Hereingabe in der Mitte nur knapp (15.).

Noch eindeutiger war es wenig später: Zuerst feuerte Johannes Eggestein seinen freien Abschluss nur auf den Torhüter, der dann beim Abpraller noch die Hand vor dem einstürmenden Hettwer dranbekam (20.).

Austria dominiert, Chancen haben beide

Das Heft hatten aber definitiv die Gastgeber in der Hand und brachten es dabei zwischenzeitlich sogar auf fast 70 Prozent Ballbesitz gegen den klaren Favoriten!

Dennoch mussten violette Beine immer einmal wieder zur Stelle sein, so kurz vor der Pause, als Johannes Handl Bragas Pau Victor in höchster Not rechtzeitig abdrängte (41.).

In der Offensive fehlte hingegen immer wieder ein Zentimeter, auch bei Eggestein nach einer Ranftl-Flanke (52.).

Braga legt violette Offensive lahm

Die Portugiesen übernahmen mit fortlaufender Partie immer mehr das Kommando, um die Austria vom Tor fernzuhalten – und das auch mit Erfolg. Die Wege in die Box waren dadurch viel zu weit.

Die größte Chance fanden daher die Gäste vor, im Konter hielt Samuel Sahin-Radlinger aber stark gegen Travassos (69.). Die Austria fand keine gefährliche Chance mehr vor.

Schlussendlich mangelte es zu oft an der technischen Qualität, ebenso wie am nötigen Glück. Zwei ordentliche Leistungen reichen gegen ein Team wie Braga nicht zum Aufstieg.

Stephan Helm (Austria-Trainer): "Wir haben einige Situationen kreiert, da musst du einfach ein Tor erzielen. Und dann denke ich, wäre das noch mal richtig spannend geworden, weil man hat doch gemerkt, dass der Gegner in einigen Phasen Probleme mit uns hatte. Trotzdem muss man sagen, ab der 60. Minute konnten wir nicht mehr ganz die Pace halten. Das ist aber auch dem geschuldet, weil man brutal viel investieren muss, um diese Mannschaft zu beschäftigen. Wir haben dann frische Kräfte gebracht, um ein zusätzliches Offensivspiel auf den Platz zu bringen. Aber da sind sie dann einfach zu stabil gewesen. Im Moment sind wir natürlich enttäuscht. Aber trotzdem glaube ich, dass wir aus diesen letzten sechs Wochen sehr viel mitnehmen können."

Carlos Vicens (Braga-Coach): "Wir wussten, dass es schwer sein würde. Wir haben zwar einen 2:0-Vorsprung gehabt, das Spiel war aber trotzdem noch weit offen. Wir wussten auch, dass die Austria alles geben würde. Es stimmt, dass wir vor allem in der ersten Hälfte nicht so viel Druck aufbauen konnten. Wir haben viele Ballverluste erlitten. Aber dann hatten wir - auch mit den zwei Wechseln - wieder mehr die Kontrolle über das Spiel bekommen. Da hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Wir haben im Endeffekt unser Ziel erreicht, das Erreichen der Ligaphase der Conference League."

Reinhold Ranftl (Austria-Verteidiger/via ORF): "Heute waren wir die bessere Mannschaft und hatten die besseren Chancen. Es ist ein Spur weit Qualität, die sie ausgenutzt haben. Die Chance zu nutzen, eiskalt zu sein, das müssen wir lernen. Heute wäre viel mehr möglich gewesen, deswegen ist es ein extrem bitterer Abend. Sie waren letztes Jahr im Europa-League-Halbfinale, wir haben eine gute Leistung gebracht. Ich hoffe, das ist nicht das letzte Mal, dass wir im Play-off stehen. Wir haben uns gut verkauft und Österreich gut präsentiert. Der LASK hat's vorgemacht, wir wollten es nachmachen. Das ist uns leider nicht geglückt. Aber wir haben alles gegeben und können uns wenig vorwerfen."

Manfred Fischer (Austria-Kapitän/via ORF): "Heute waren wir überhaupt nicht unterlegen. Wir haben eine unsere besten ersten Halbzeiten mit dem Ball gespielt, seitdem ich da bin. Wenn du weiterkommen willst, musst du einfach irgendwann ein Tor machen. Das haben wir nicht hinbekommen und das müssen wir uns vorwerfen. Die Mannschaft hat einen Schritt gemacht. Wir können sehr froh sein, dass die Entwicklung passt."