Gute Reaktion

3:1 – Rapid schießt sich gegen Sturm an die Spitze

© APA/MAX SLOVENCIK
Rapid findet auf die Blamage gegen die Hearts genau die richtige Antwort und schlägt Sturm Graz im Top-Duell verdient mit 3:1.
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Den ersten (und größten) Aufreger gab es bereits nach nur drei Minuten: Jürgen Heil unterschätzte nach einem hohen Ball das Tempo von Moulaye Haidara und zupfte diesen vor dem Strafraum am Trikot, der Angreifer lief aber in die Box weiter und fiel erst dann.

Schiedsrichter Julian Weinberger zeigte sofort auf den Punkt, etwas überraschend bestätigte aber auch der VAR nach langem Check. Yusuf Demir verwandelte souverän (7.).

Doch die Antwort der "Blackies" ließ nicht lange auf sich warten. Eine Kombination in der Luft zwischen Simon Seidl und JP Hödl fand ihren Weg zu Belmin Beganovic, der mit dem ersten Kontakt einnetzte (10.).

Sturm mit Ball, Rapid kontert flott

Doch die Grazer bestraften sich umgehend selbst. Hödl vertändelte vor dem Strafraum den Ball, Tonni Adamsen spielte per Ferse weiter und Marco Tilio schob ein, wenn auch haltbar (17.).

Danach übernahm Sturm eher das Kommando, die größte Möglichkeit hatten aber erneut die konternden Gastgeber. Im schnellen Umschalten spielte Demir auf rechts zu Tilio, der Helac zu einer Parade zwang. Adamsen beförderte den Nachschuss dann über den Kasten (35.).

Das Tempo war durchwegs enorm hoch, doch die Hütteldorfer kamen besser damit zurecht, ihr Gegenpressing war enorm giftig und griffig.

Rapid bleibt bis zuletzt gefährlicher

Allerdings verschenkte auch Rapids Nicolas Bajlicz den Ball im eigenen Strafraum, die Grazer in Form von Nelson Weiper konnten es aber nicht nutzen (63.).

Die Latte eilte Sturm zur Hilfe, als Paul Koller eine Haidara-Flanke aufs eigene Tor lenkte (76.). Es zeigte, die Gäste bekamen das Spiel defensiv nie in den Griff.

Daher verwunderte es auch nicht, dass Petter Nosa Dahl nachlegen konnte. Demir fand den Norweger auf links, der mit einem Haken seinen Gegenspieler stehen ließ und staubtrocken ins lange Eck abzog (86.).

Zu allem Überfluss sah Albert Vallci noch Rot wegen einer Notbremse, die immerhin nicht bestraft wurde (90.). Nachdem die echten Graz-Hochkaräter ausblieben, durften die Rapidler einen verdienten Heimsieg bejubeln – ebenso wie die Tabellenführung.