Im 6. und 7. Bezirk

30 Anzeigen pro Tag in neuen Verbotszonen

© Peter Gugerell
Seit einem Monat gelten rund um die U6-Stationen Westbahnhof und Gumpendorfer Straße strenge Regeln, was die Konsumation von Alkohol und Drogen betrifft.

Mit der neuen Schutzzone beim Fritz-Imhoff-Park und dem Alkoholverbot rund um den Westbahnhof wollte die Stadt für mehr Sicherheit sorgen. Tatsächlich ist die Polizei seither vermehrt im Grätzel unterwegs. Bei regelmäßigen Schwerpunktaktionen werden täglich zahlreiche Personen kontrolliert, auch gegen mutmaßliche Drogendealer wurde bereits vorgegangen.

Der Westbahnhof ist neuerdings eine Alkoholverbotszone. © ÖBB / Robert Deopito

Während einige Anrainer in Medienberichten die spürbare Präsenz von Einsatzkräften bemerken, sehen andere kaum Veränderungen. Sie haben den Eindruck, dass die Maßnahmen zwar ein Signal setzen, die Probleme in der Gegend aber längst nicht gelöst sind. Bei jüngsten Versammlungen wurde daher der Ruf nach zusätzlichen Kontrollen und einer stärkeren sozialen Betreuung laut. Die Stadt Wien hat entsprechende Unterstützung zugesagt.

Die neue Schutzzone Fritz-Imhoff-Park im 6. Bezirk. © Stadt Wien

Die nackten Zahlen zeigen jedenfalls, dass die Behörden konsequent vorgehen. Laut Polizei werden bei den Schwerpunktaktionen im Schnitt rund 30 Verwaltungsanzeigen pro Tag und Schutzzone ausgesprochen. Die neuen Regelungen ermöglichen es den Beamten nun, Personen wegzuweisen, wenn der Verdacht besteht, dass strafbare Handlungen vorbereitet werden. Wer gegen die Anordnungen verstößt, muss mit Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro rechnen, bei Wiederholung sogar mit bis zu 4.600 Euro. Ob die Maßnahmen langfristig für mehr Ruhe sorgen, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.