Klima-Offensive

305 Maßnahmen für Niederösterreichs Energiewende

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ÖVP, FPÖ und SPÖ stimmen für das neue Klima- und Energieprogramm 2030. Niederösterreich setzt auf Windkraft, Photovoltaik, Speicher und mehr Energieeffizienz.
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St. Pölten. Der niederösterreichische Landtag hat am Donnerstag das neue Klima- und Energieprogramm 2030 beschlossen. Das Maßnahmenpaket wurde mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ angenommen und umfasst insgesamt 305 Projekte in den Bereichen Klimaschutz, erneuerbare Energie und Anpassung an den Klimawandel.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) sieht Niederösterreich damit auf einem erfolgreichen Kurs. "Wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und Versorgungssicherheit sind kein Widerspruch. Wir setzen auf Innovation statt Verbote", betonte Pernkopf nach dem Beschluss.

Laut den vorgelegten Zahlen konnten die Treibhausgasemissionen in Niederösterreich seit 2005 um 35 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig sei das Bruttoregionalprodukt um 25 Prozent gestiegen. Für Pernkopf ist das ein Beleg dafür, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gemeinsam möglich sind.

Besonders der Ausbau erneuerbarer Energien soll die regionale Wirtschaft stärken und die Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren. Bereits heute stammen rund 40 Prozent des österreichischen Sonnen- und Windstroms aus Niederösterreich.

Mehr Windräder und Photovoltaik

Seit 2023 haben ÖVP, FPÖ und SPÖ nach Angaben des Landes den Bau von rund 190 zusätzlichen Windrädern beschlossen. Zudem wurden die Ausbauziele für Windkraft- und Photovoltaikanlagen angehoben.

Das neue Programm sieht unter anderem weitere Investitionen in Windkraft, Photovoltaik, Energiespeicher und Stromnetze vor. Auch der öffentliche Verkehr und die Elektromobilität sollen ausgebaut werden.

Fokus auf Klimaanpassung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels. Geplant sind Projekte zum Schutz vor Naturgefahren, zur Sicherung der Wasserversorgung sowie zum Hitzeschutz.

Große Bedeutung misst das Land auch der Energieeffizienz bei. "Die billigste Energie ist die, die gar nicht gebraucht wird. Energie sparen heißt Kosten sparen", so Pernkopf.

Mit dem Klima- und Energieprogramm 2030 will Niederösterreich seine Rolle als führendes Bundesland beim Ausbau erneuerbarer Energien weiter ausbauen.