Tomaten und Co.
Achtung: DAS sollten Sie im Juni auf keinen Fall essen!
Endlich Juni! Die Sonne scheint, die Temperaturen klettern in die Höhe und wir sehnen uns nach leichten, frischen Sommer-Snacks. Die Supermarktregale biegen sich bereits unter der bunten Last von Obst und Gemüse, das uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Doch Vorsicht: Wer jetzt blind zugreift, kauft oft Produkte, die tausende Kilometer gereist sind, aus Gewächshäusern stammen oder schon monatelang im Kühlhaus vor sich hin vegetieren. Für den perfekten Geschmack sollten Sie um diese Lebensmittel im Juni noch einen Bogen machen:
Tomaten
Ein frischer Tomatensalat beim Grillen gehört zum Sommer wie das Freibad. Doch wer im Juni im Supermarkt zuschlägt, bekommt fast ausschließlich Gemüse, das unter enormem Energieaufwand in beheizten Gewächshäusern hochgezogen wurde. Echte Freilandtomaten aus der Region brauchen noch ein bisschen Zeit, ihre Hauptsaison startet erst im Juli. Gedulden Sie sich noch ein paar Wochen, bis die Freilandernte startet. Das spart unheimlich viel CO2 und der Geschmack von sonnengereiften Tomaten ist ohnehin viel besser.
Zucchini
Ähnlich wie bei Tomaten wachsen Zucchini im Juni bei uns oft noch nicht in großen Mengen im Freiland, sondern kommen meist noch aus dem Treibhaus oder aus dem Mittelmeerraum. Die richtige Zucchini-Ernte aus heimischen Feldern beginnt erst im Juli. Warten Sie also den einen Monat noch ab. Im Hochsommer sind Zucchini so reichhaltig vorhanden, dass sie viel aromatischer und deutlich günstiger sind.
Zwetschken und Weintrauben
Ein saftiger Zwetschkenfleck oder süße Weintrauben zum Käse, das klingt verführerisch. Doch wer im Juni nach diesen Früchten greift, treibt die eigenen CO2-Emissionen in die Höhe. Heimische Zwetschken brauchen die intensive Sonne des Hoch- und Spätsommers, um ihre herrliche Süße zu entwickeln. Ihre Saison startet frühestens Ende Juli, meist aber erst im August.
Auch Weintrauben sind absolute Spätsommer- und Herbstkinder. Was Sie jetzt im Supermarkt finden, sind Trauben aus Indien, Ägypten oder Südafrika und frühe Steinfrüchte aus fernen Anbaugebieten. Die Klimabilanz? Eine Katastrophe. Der Geschmack? Oft wässrig und enttäuschend. Stillen Sie Ihren Hunger auf Süßes jetzt lieber mit den absoluten Superstars des Monats: Erdbeeren.
Äpfel
Wenn Sie jetzt im Supermarkt zu scheinbar heimischen Äpfeln greifen, kaufen Sie in der Regel Lagerware aus dem vergangenen Herbst. Diese Früchte liegen teilweise seit über einem halben Jahr in speziellen Kühllagern. Das kostet massiv Energie und mit der Zeit verabschieden sich auch die wertvollen Vitamine und das knackige Aroma. Warten Sie auf die ersten heimischen Sommeräpfel (wie den Klarapfel), die ab Ende Juli oder August reif sind. Greifen Sie im Juni als Snack lieber zu frischen heimischen Kirschen.