Trügerisch

Achtung: Warum Sie jetzt noch keine Mandarinen essen sollten

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Die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher und im Supermarkt leuchten uns schon die ersten Mandarinen-Netze entgegen. Doch Vorsicht: Wer jetzt schon zugreift, könnte sich ärgern.
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Mandarinen sind nicht nur ein Vitamin-C-Booster, sondern auch ein wahrer Genuss, der die dunklen Monate versüßt. Daher ist der Impuls groß, sofort zuzugreifen und sich eine Portion Vitamin C zu sichern. Doch wer jetzt schon Mandarinen kauft, tut weder seinem Gaumen noch der Umwelt – und schon gar nicht seiner Gesundheit – einen Gefallen.

Darum sollten Sie im Oktober keine Mandarinen kaufen

Wer im Frühherbst schon mal eine Mandarine geschält hat, war wahrscheinlich vom wässrigen, extrem sauren Geschmack enttäuscht. Das hat auch einen Grund: Mandarinen und Clementinen brauchen für ihre charakteristische Süße und die orange Farbe ein ganz bestimmtes Klima: warme Tage und vor allem kalte Nächte.

Mandarinen © Getty Images

Im September und frühen Oktober sind die Nächte in den südeuropäischen Anbaugebieten wie Spanien oder Italien oft noch zu mild. Die Früchte werden dennoch geerntet, um als Erste auf dem Markt zu sein. Weil sie dann oft noch grünlich sind, werden sie in speziellen Reifekammern künstlich mit dem Reifegas Ethylen behandelt. Die Frucht wird zwar orange, aber an der fehlenden Süße und dem unreifen Aroma ändert das nichts mehr.

Katastrophale Öko-Bilanz

Wo kommen Mandarinen im Oktober eigentlich her? Wenn sie nicht aus den viel zu früh abgeernteten, intensiv bewässerten Monokulturen Südeuropas stammen, kommen sie oft aus Übersee – zum Beispiel aus Südafrika oder Südamerika. Die Früchte haben dann eine halbe Weltreise per Schiff hinter sich, was mit einem massiven CO2-Ausstoß einhergeht. Eine umweltfreundliche und klimaschonende Vitamin-Quelle sieht definitiv anders aus.

Obwohl es sehr verlockend ist, sich schon die ersten Mandarinen im Supermarkt zu schnappen, sollten Sie noch ein paar Wochen warten. Ab Ende November, Anfang Dezember sind die Vitamin-C-Bomben richtig reif, saftig und süß.

Heimisches Obst hat jetzt Hochsaison

Äpfel © Getty Images

Warum in die Ferne schweifen, wenn der heimische Herbst so unglaublich viel zu bieten hat? Während die Mandarine im Oktober noch ein deplatzierter Exot ist, biegen sich hierzulande die Äste.
Greifen Sie stattdessen zu:

  • Frischen, knackigen Äpfeln
  • Süßen Birnen
  • Heimischen Weintrauben
  • Späten Zwetschgen

Dieses Obst ist nicht nur erntefrisch und voll ausgereift, sondern punktet auch mit kurzen Transportwegen, einer tollen Öko-Bilanz und wertvollen Vitaminen, die Sie fit für den Herbst machen.