"Steinmänner"
Ärger um neuen Wanderer-Trend in den Bergen
Was viele Wanderer als schönes Fotomotiv für soziale Medien ansehen, entwickelt sich nach Ansicht des italienischen Alpenvereins (CAI) jedoch zu einem ernsthaften Problem. Besonders in den Dolomiten sowie im Trentino und in Südtirol breiten sich die Steinfiguren immer stärker aus.
CAI-Präsident Carlo Alberto Zanella warnt, dass die selbst errichteten Türme Wanderer in die Irre führen können. Ursprünglich dienten Steinmänner als wichtige Orientierungshilfen an schwer markierbaren Wegabschnitten. Werden nun an beliebigen Stellen zusätzliche Türme errichtet, kann das vor allem bei Nebel oder schlechtem Wetter gefährlich werden.
Hinzu kommen ökologische Folgen. Unter den Steinen leben zahlreiche Insekten, Spinnen, Ameisen und andere Kleinstlebewesen. Werden die Steine versetzt, wird ihr empfindlicher Lebensraum zerstört. Der Alpenverein appelliert deshalb an Urlauber, auf das Bauen der Steintürme zu verzichten und die Natur unverändert zu lassen. So könne sowohl die Sicherheit auf den Wanderwegen als auch das empfindliche Ökosystem der Berge besser geschützt werden.