Comedy Show

Amanda Knox macht sich über Mordfall lustig

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Elf Jahre nach ihrem Freispruch in einem spektakulären Mordprozess in Italien will die US-Amerikanerin Amanda Knox mit einer autobiografischen Comedy-Show über den Mordfall an der britischen Studentin Meredith Kercher auftreten.
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Die Familie des Opfers kritisiert das Projekt scharf und sieht darin eine Verletzung des Andenkens an die Getötete.

Knox wird ab dem 7. August beim Edinburgh Fringe Festival ihr Stück "Cartwheel" (deutsch: "Purzelbaum") präsentieren. Darin verarbeitet sie nach eigenen Angaben die Ermittlungen und den Prozess, in den sie nach dem Tod von Meredith Kercher im Jahr 2007 in Perugia verwickelt war, wie italienische Medien berichteten.

Knox beklagt "Dämonisierung"

Der Anwalt Francesco Maresca, der die Familie Kerchers seit Jahren vertritt, bezeichnete das Vorhaben als "unangemessen". Knox nutze die Geschichte seit fast 20 Jahren wiederholt für eigene Projekte und öffne damit die Wunden der Familie erneut, sagte Maresca.

In einem Interview mit der britischen Zeitung "Telegraph" erklärte Knox, die Show beschäftige sich mit ihrer öffentlichen Darstellung und der "Dämonisierung", die sie erlebt habe. Über den Mord selbst mache sie keine Witze, sagte sie. Meredith Kercher sei eine intelligente und lebensfrohe junge Frau gewesen, die Humor gehabt habe und Freude am Leben zeigte.

Weltweite Schlagzeilen

Der Mord an der 21 Jahre alten Meredith Kercher in der italienischen Stadt Perugia hatte 2007 weltweit Schlagzeilen gemacht. Schnell gerieten Knox und deren Freund Raffaele Sollecito unter Verdacht. Knox wurde zunächst zu einer langen Haftstrafe verurteilt und musste vier Jahre im Gefängnis in Italien verbringen. 2015 wurden beide aber letztlich vom Vorwurf des Mordes komplett freigesprochen.

Wer die junge Britin damals ermordete, ist bis heute nicht geklärt. Wegen Beihilfe zum Mord wurde ein junger Mann ivorischer Herkunft verurteilt, dessen Fingerabdrücke am Tatort gefunden worden waren. Er wurde wegen Beteiligung an Mord und sexueller Gewalt zu 16 Jahren Haft verurteilt und beendete seine Strafe 2021. Meredith Kerchers Eltern starben 2020. Ihre Geschwister haben nach Angaben der Familie weiterhin jeden Kontakt zu Amanda Knox ausgeschlossen. Der Fall Amanda Knox war später Grundlage für Bücher, Filme und eine Serie.