Tormanntrainer

Ami-Experte macht Schlager fürs WM-Debüt scharf

© Gepa
Der Steirer Michael Gspurning (45) kümmert sich um unseren "Einser". Er stand bei Seattle im Tor und hält die Ersatztorleute bei Laune.
Zur Vollversion des Artikels

Seit drei Jahren setzt Teamchef Rangnick auf Michael Gspurning als Tormanntrainer. "Ich bin extrem dankbar, mit Ralf Rangnick arbeiten zu dürfen", so der Sportmanagement-Absolvent.

Der Ami-Kenner, der selbst 62 Spiele im Tor der Seattle Sounders stand (2011-2013), macht als einer der Besten seines Faches Einser-Tormann Alexander Schlager scharf für dessen WM-Debüt gegen Jordanien (17. Juni, 6 Uhr, ORF1). Er schafft es auch, die Reservisten Patrick Pentz und Florian Wiegele bei Laune zu halten. Die Stimmung unter den Torleuten könnte kaum besser sein.

"Es kann nur einen Einser geben"

Im Talk mit oe24 merkt Gspurning an, "dass auch die beiden anderen Torleute sehr stark sind. Aber es kann nur einen Einser geben." Eines haben alle drei gemeinsam: "Sie sind auch fußballerisch sehr stark, beherrschen das moderne Tormannspiel." Deswegen werden Alexander Schlager, Patrick Pentz und Florian Wiegele nach einer kompakten Tormann-Einheit im ÖFB-Camp in Santa Barbara jeden Tag schnell ins gemeinsame Mannschaftstraining eingebunden.

Die Entscheidung für den "Einser" sei, so Gspurning, im intensiven Austausch mit Rangnick und dem Trainerteam gefallen. "Dazu wurden alle Infos zusammengetragen: Form, Trainingsleistungen, Statistik." Zudem spiele die Frage: "Wie wirkt er auf die Mannschaft?" eine Rolle.

Für Alexander Schlager, den beim ÖFB alle "Gassi" nennen, hatte Gspurning auch in den schwierigen Zeiten nach dem verletzungsbedingten EM-Aus 2024 und der Rumpel-Saison mit Red Bull Salzburg immer ein offenes Ohr. "Ich habe mich auch mit seiner Sportpsychologin ausgetauscht und versuche, ihn bestmöglich zu unterstützen."

Bei der Vorbereitung auf den Kracher gegen Argentinien (22. Juni, 19 Uhr) muss Gspurning den Österreich-Goalie nicht nur auf ein Torschuss-Feuerwerk von Messi, Alvarez & Co. einstellen - auch der WM-Ball Trinoda hat seine Tücken. "Der kommt daher wie aus einem Kanonenrohr", schildert Schlager. Auch dafür sucht Tüftler Gspurning ein Gegenrezept.