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Ampel versinkt im Umfrage-Tief: Jetzt stürzt auch die ÖVP ab

© APA/HELMUT FOHRINGER
Kanzlerpartei gleichauf mit der SPÖ bei nur 18 % ++ FPÖ knackt wieder Umfrage-Rekord ++ Grüne weit vor den NEOS
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Wenn die Zeiten schwierig sind, kommen - so scheint's zumindest im Fall der Ampelkoalition zu sein - auch noch Pleiten, Pech und Pannen dazu. In der brandaktuellen Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (2.000 Befragte vom 1. bis 9. 6., max Schwankung 2,2 %) rutscht die Koalition noch stärker ab, als es bisher der Fall war.

FPÖ stellt eigenen Rekord ein

Die FPÖ ist laut Lazarsfeld-Hochrechnung weiter bärenstark: Sie wird aktuell mit 38 % bewertet - damit stellt sie bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihren Umfrage-Rekord ein. Dabei waren zum Zeitpunkt der Erhebung noch gar nicht alle "Gemeinheiten" des Sparpakets der Koalition bekannt - egal: Herbert Kickl und seine Partei können sich in der Opposition weiter sonnen und zuschauen, wie sich die Ampel-Politiker "derrennen".

ÖVP und SPÖ gleichauf - und doch am Boden

In der Ampelkoalition haben sich indes die Vorzeichen gedreht: Nach der SPÖ ist diese Woche auch die Kanzlerpartei ÖVP unter die 20-%-Marke gerutscht - ein Minus von zwei Punkten und nur noch 18 % sind für eine Kanzlerpartei wohl beispiellos. Die SPÖ kann sich zwar ein bisschen verbessern - aber eben auch nur auf 18 %. Damit liegt man zwar gleichauf mit der ÖVP, aber eben immer noch am sprichwörtlichen Boden. Die Debatte um die ursprünglich von ÖVP und SPÖ geplante Anhebung der Parteienförderung hat wohl beiden schon vor der Budgetrede von Finanzminister Marterbauer geschadet.

Grüne weit vor den NEOS

Die NEOS kommen aktuell auf 8 %, was angesichts des letzten Wahlergebnisses von 9 % nicht so schlecht klingt, nur: Der direkte Gegner - und das sind in diesem Fall die Grünen - hat die Pinken bereits abgehängt. Leonore Gewesslers Truppe liegt bei 12 %, hat also um 50 % mehr Zustimmung als die NEOS.

Ampel weit von einer Mehrheit entfernt

Fände am kommenden Sonntag eine Wahl statt - die Koalitionsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS wären weiter von einer Mehrheit entfernt denn je: Zusammen kämen sie nur auf 85 Sitze. Zum Regieren bräuchten sie indes 92 - und derzeit haben sie 110. Das bedeutet den rechnerischen Verlust von gleich 35 Mandaten!