Nach Ausschluss
Ausländer zahlen das Doppelte im Skandal-Freibad
Laut dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten" müssen nun Erwachsene ohne Wohnsitz in Pruntrut 15 Franken (rund 16,40 Euro) zahlen, Einheimische nur 7,50 Franken (etwa 8,20 Euro). Bei Jugendlichen herrschen ähnliche Verhältnisse. Ausländer müssen für einen Eintritt 10 Franken zahlen, Einheimische 5 Franken.
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Das Freibad verlangt zusätzlich noch weitere Schritte. Wer keinen Wohnsitz in Pruntrut hat oder keine Aufenthalts-, Arbeits- oder Niederlassungserlaubnis besitzt, muss seinen Eintritt online kaufen. Wer keine anerkannte Touristenkarte hat, muss beim Einlass einen gültigen Ausweis präsentieren. Wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden, kann er/sie abgewiesen werden.
Freibad sorgte für internationale Schlagzeilen
Gemeindepräsident Philippe Eggertswyler erklärt: "Es geht nicht darum, Schweizer und Franzosen gegeneinander auszuspielen, sondern darum, die Ruhe zu garantieren."
Im Sommer 2025 sorgte der Ort mit 6.000 Einwohnern europaweit für Aufmerksamkeit. Junge Männer aus dem nahen Frankreich reisten immer wieder nach Pruntrut. Im dortigen Freibad belästigten sie immer wieder Frauen und attackierten Sicherheitspersonal.
Der Betreiber führte deshalb ein Ausländer-Verbot im Freibad ein. Die Entscheidung sorgte international für Schlagzeilen. Scharfe Kritik kam vor allem von der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, die das Verbot als "problematisch und irritierend" bezeichnete, und von linken Schweizer Politikern, die offen von Rassismus sprachen.