0:3-Pleite
Austria-Ärger nach Fehlstart: "Das war zu wenig"
Die Favoritner enttäuschten am Sonntag beim Auswärts-0:3 gegen den WAC auf ganzer Linie und haben bis zum Drittrunden-Hinspiel in der Conference-League-Qualifikation am Donnerstag gegen Beitar Jerusalem einiges aufzuarbeiten. Bei Austria Lustenau hingegen war die Freude über das mit dem 1:1 gegen Ried gelungene Oberhaus-Comeback groß.
Die Austria aus Wien jedoch lieferte im Lavanttal einen verkorksten Auftritt ab. "Das war zu wenig und nicht die Leistung, die unserem Niveau entspricht", gestand Stürmer Johannes Eggestein auf Sky und sprach von einem "absolut misslungenen Start". Trainer Stephan Helm bemängelte, man sei nicht präzise genug gewesen und habe zu wenig Durchschlagskraft gezeigt. "Alles in allem war es zu wenig, wir müssen es in Zukunft besser machen."
Austria-Ärger über Gegentore
Seine Truppe blieb mit Ausnahme weniger Aktionen im Finish äußerst harmlos. "Aus dem Spiel heraus hat der WAC auch nicht viel mehr Chancen kreiert, aber wir haben die Gegentore viel zu leicht hinnehmen müssen und waren im Spielaufbau zu behäbig", erklärte Helm. Das gilt es am Donnerstag zu verbessern, wenn in Ploiesti Beitar Jerusalem der Gegner ist. Bis dahin könnte Abwehrchef Aleksandar Dragovic wieder zur Verfügung stehen, der Ex-ÖFB-Internationale wurde wegen einer Gehirnerschütterung geschont.
Für den WAC geht es erst am kommenden Sonntag wieder daheim weiter, Gegner ist diesmal Salzburg. Mit einer Leistung wie gegen die Austria muss man sich auch gegen den Titelfavoriten nicht verstecken, wie auch Trainer Thomas Silberberger weiß. "So hat man sich den Saisonauftakt vorgestellt und erträumt. Dass es dann so aufgeht, ist eine Bestätigung unserer Vorbereitung", sagte der Tiroler und betonte, der Sieg sei verdient gewesen. "Wir waren giftiger und galliger, wollten unbedingt gewinnen, das hat man von Anfang an gesehen."
Lustenauer freuten sich über Punktgewinn
Zufriedenheit herrschte auch bei der Lustenauer Austria - nach zwei Jahren 2. Liga gelang die Rückkehr ins Oberhaus mit einem Punktgewinn im Heimspiel gegen Ried. Die Stimmung, aber auch das Spiel seiner Mannschaft erfreute den Trainer. "Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis", sagte Markus Mader, der natürlich einiges an Entwicklungspotenzial ortete. "Vom Gefühl her haben wir es defensiv passabel gemacht. Offensiv können wir sicher noch gefährlicher werden. Wir haben im letzten Drittel die Bälle nicht so gebracht, dass es gefährlicher wird", analysierte der Lustenauer Coach.
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Ein Comeback in der Bundesliga gab es auch auf Rieder Seite. Nach sechs Jahren im Ausland ordnete der ehemalige Rapid-Kapitän Stefan Schwab das Spiel der Innviertler, die einen großen Umbruch hinter sich haben. "Es war ein guter Start für mich und die Mannschaft", meinte der 35-jährige Mittelfeldspieler im Sky-Interview. "Mit dem Ball machen wir es wirklich schon gut, wir müssen uns sicher verbessern, dass wir die Konter besser absichern", resümierte Schwab, der mit seiner neuen Mannschaft nächsten Samstag seinen Ex-Club Rapid empfängt.
Positives nahmen die Rieder mit aus dem Ländle, ganz zufrieden waren sie ob des vor allem im Finish möglichen Siegs nicht. Mario Despotovic war nach seinem Bundesliga-Debüt aber gut gestimmt. "Die Spieler haben sehr viel Potenzial, ich freue mich zu sehen, wie wir wachsen können. Für viele war es das erste Spiel in der Bundesliga, sie müssen sich noch gewöhnen, das kommt mit der Erfahrung", erklärte der neue Ried-Coach.