Vater wird zum Held
Baby überlebt Erdbeben: Das unglaubliche Wunder von Kolumbien
In Cali kämpfen Einsatzkräfte und freiwillige Helfer nach dem schweren Erdbeben verzweifelt um jedes Menschenleben. Zwischen eingestürzten Gebäuden suchen sie nach Verschütteten – dann hören sie plötzlich ein Geräusch. Ein Baby weint. Dazu ist ein leises Stöhnen zu hören.
Sofort graben sich zwei Polizisten gemeinsam mit Anwohnern durch die Trümmer. Die Rettungsaktion ist besonders gefährlich, denn in der Umgebung liegt ein starker Gasgeruch in der Luft.
Vater hält seinen Sohn fest
Schließlich erreichen die Helfer die Verschütteten. Unter den Betonmassen liegt der Vater des Babys – selbst schwer eingeschlossen. In seinen Armen hält er seinen zwei Monate alten Sohn fest an die Brust gedrückt. Der Vater habe die Helfer laut einem beteiligten Polizisten nur um eines gebeten: Sein Kind zu retten. Dann gelingt es den Einsatzkräften, den Säugling aus den Trümmern zu bergen. Auch sein Vater überlebt.
Für die Familie ist die Rettung allerdings noch lange kein Happy End. Die Mutter des kleinen Salomón und sein Onkel gelten weiterhin als vermisst.
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Hoffen auf weitere Wunder
Das Erdbeben der Stärke 7,4 forderte nach offiziellen Angaben mindestens 240 Todesopfer, weitere 2595 Menschen wurden verletzt. Hunderte Gebäude stürzten ein.
Noch immer suchen die Einsatzkräfte nach Vermissten. Nach offiziellen Angaben gelten 195 Menschen als verschollen. Auf einer privaten Suchplattform gingen sogar rund 4000 Vermisstenmeldungen ein.
Die Zeit drängt: Nach rund 72 Stunden sinken die Chancen, Menschen noch lebend aus den Trümmern zu bergen, deutlich. Doch die Retter geben nicht auf. Die Rettung des kleinen Salomón zeigt, dass selbst nach Tagen noch mit Wundern gerechnet werden kann.