Alte Weisheiten

Bauernregel: "Bringt der Juli heiße Glut ..."

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Der Juli gilt traditionell als der heißeste Monat des Jahres – und genau das spiegelt sich auch in zahlreichen Bauernregeln wider.
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Schon seit Jahrhunderten beobachten Landwirte Wetterverläufe und leiten daraus Regeln für die kommenden Wochen ab. Auch wenn sie wissenschaftlich nicht immer haltbar sind, treffen manche erstaunlich oft zu.

Die wichtigsten Regeln

Eine der bekanntesten Wetterweisheiten lautet: "Ist der Juli recht heiß, lohnt sich Mühe, Schweiß und Fleiß." Dahinter steckt die Erfahrung, dass längere Wärme- und Sonnenphasen das Wachstum vieler Feldfrüchte fördern und eine gute Ernte begünstigen können. Vor allem Getreide, Obst und Wein profitieren von viel Sonnenschein – vorausgesetzt, es fällt zwischendurch ausreichend Regen.

Eine weitere Bauernregel warnt jedoch vor den Schattenseiten großer Hitze: "Bringt der Juli heiße Glut, gerät der Wald in Feuersnot." Angesichts der immer häufigeren Hitzewellen gewinnt diese alte Weisheit neue Aktualität. Bleibt es über längere Zeit trocken und steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, erhöht sich die Waldbrandgefahr deutlich. In vielen Regionen Mitteleuropas werden deshalb während Hitzeperioden regelmäßig hohe oder sogar sehr hohe Warnstufen ausgerufen.

Auch die sogenannte Hundstage-Zeit, die traditionell Ende Juli beginnt und bis in den August reicht, steht seit jeher für drückende Hitze. Die Bauernregel "Wie das Wetter an den Hundstagen, so wird's den Herbst oft tragen" deutet darauf hin, dass stabile Hochdrucklagen im Hochsommer häufig noch längere Zeit anhalten können.

Meteorologen weisen allerdings darauf hin, dass Bauernregeln zwar auf jahrhundertelangen Beobachtungen beruhen, heute aber nur eingeschränkt als Wettervorhersage taugen. Das Wetter wird von komplexen atmosphärischen Prozessen bestimmt, die sich nicht allein aus einem einzelnen Kalendertag ableiten lassen. Dennoch zeigen viele Regeln typische Witterungsmuster auf, die gerade im Juli häufig auftreten.