Wasser-Alarm

Beliebter Urlaubssee trocknet aus! Italien und Schweiz greifen ein

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Der Lago Maggiore leidet unter akutem Wassermangel. Um den Pegel zu stabilisieren und die Landwirtschaft im Po-Tal zu retten, greift die Schweiz jetzt mit Wasser aus dem Luganersee ein.
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Die anhaltende Dürre und außergewöhnlich hohe Temperaturen setzen dem Lago Maggiore massiv zu. Am Mittwoch, dem 12. August, lag der Wasserspiegel bei etwas mehr als 192 Metern über dem Meeresspiegel. Üblicherweise erreicht der See einen Höchststand von rund 195 Metern.

Selbst in den besonders trockenen Sommern 2003 und 2022 war der Pegel nicht so stark gesunken. Für die Landwirtschaft in Norditalien wird die Situation damit zunehmend kritisch.

Luganersee soll aushelfen

Um die Wasserversorgung zu verbessern, haben sich Italien und die Schweiz auf eine ungewöhnliche Maßnahme geeinigt: Über den Verbindungsfluss bei Ponte Tresa wird künftig deutlich mehr Wasser aus dem Luganersee in Richtung Lago Maggiore abgegeben.

Die Abgabe wird von bisher drei auf acht Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Die sogenannte Notabgabe kann laut italienischem Umweltministerium sofort umgesetzt werden.

Ziel ist es, den kritischen Wasserstand des Lago Maggiore zu stabilisieren und gleichzeitig die Landwirtschaft im Po-Tal zu unterstützen.

Vor allem Reisanbau betroffen

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Der niedrige Pegel hat weitreichende Folgen. Aus dem Lago Maggiore fließt der Ticino ab und mündet schließlich in den Po. Auf seinem Weg durchquert der Fluss eine der wichtigsten Agrarregionen Italiens – darunter das bedeutende Reisanbaugebiet.

Dort fehlen mittlerweile rund 70 Prozent des benötigten Wassers. Damit wächst die Gefahr erheblicher Ernteausfälle.

Die aktuelle Krise zeigt, wie abhängig die Landwirtschaft im Norden Italiens von einem komplexen System aus Seen, Flüssen und Bewässerungskanälen ist. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Italien und der Schweiz bei der Bewirtschaftung der grenzüberschreitenden Wasserressourcen ist.

Dürre setzt Italiens Norden zu

Die Situation am Lago Maggiore ist Teil einer außergewöhnlichen Trockenperiode im Po-Tal. Sollte der Wassermangel weiter anhalten, könnte sich die Lage für Landwirtschaft und Wasserversorgung weiter verschärfen.

Mit der zusätzlichen Wasserabgabe aus dem Luganersee soll nun zumindest kurzfristig gegengesteuert werden.