Die Achterbahnfahrt für ÖFB-Rekordteamspieler Marko Arnautovic nimmt kein Ende. Nach den gescheiterten Versuchen von Roter Stern Belgrad, den 37-Jährigen vor dem Ende des Transferfensters abzugeben und von der Gehaltsliste zu bekommen, brachte ihn Trainer Albert Riera ausgerechnet im prestigeträchtigen Derby gegen Partizan Belgrad als Joker.
Roter Stern gewann die 180. Ausgabe des "ewigen Derbys" mit 2:1 und setzte sich damit an die Tabellenspitze der serbischen Liga. Das Ganze gelang ausgerechnet mit Arnautovic als Kapitän! Als der etatmäßige Kapitän Mirko Ivanić in der 68. Minute ausgewechselt wurde, übernahm der eingewechselte Arnautovic die Kapitänsbinde.
Arnautovic zeigt sich emotional
Nach den ersten Feierlichkeiten mit den Fans in der Kurve und kurzen Gesprächen mit den aufs Feld gelaufenen Kindern und Jugendlichen wurde Arnautovic von einer Kluboffiziellen für die Social-Media-Seiten von Roter Stern nach seinen Gefühlen gefragt.
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Da musste Arnautovic, der seit seiner Kindheit Roter Stern unterstützt und für den das "ewige Derby" einen dementsprechenden Stellenwert hat, kurz nach Luft ringen: "Wow … Was soll ich sagen? Ich habe immer gesagt, dass es ein Traum ist, hier zu spielen, und jetzt auch noch die Kapitänsbinde – einfach top."
Provokation überschattet Derby
Für einen besonderen Aufreger sorgte zudem eine Schweigeminute für den Kriegsverbrecher Ratko Mladić. Vor Anpfiff wurde eine Schweigeminute für Mladić abgehalten – begleitet von einer Choreografie der Roter-Stern-Anhänger. Mladić war am 27. August in einem Gefängniskrankenhaus im niederländischen Den Haag gestorben.
Der ehemalige bosnisch-serbische General war ein verurteilter Kriegsverbrecher und wurde wegen Genozids, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt. Er gilt als einer der Hauptverantwortlichen für den Genozid von Srebrenica und die Belagerung von Sarajevo.