Europacup-Aus

"Beste Halbzeit" in Fischers Austria-Ära reichte nicht

© GEPA pictures
Sporting Braga war wie befürchtet eine Nummer zu groß für die Wiener Austria.
Zur Vollversion des Artikels

Ein 0:0 daheim war nach der 0:2-Hinspielpleite zwar ein achtbares Ergebnis, für die Teilnahme an der Ligaphase der Conference-League reichte es aber nicht.

Schlechte Stimmung wollte aber nicht aufkommen. "Die Spieler haben alles auf dem Platz gelassen. Natürlich sind wir enttäuscht. Aber ich glaube, dass wir aus den letzten Wochen sehr viel mitnehmen können", erklärte Coach Stephan Helm.

Gerade in den ersten 45 Minuten zeigten die "Veilchen" ein starkes Engagement. "Wir haben eine unserer besten ersten Halbzeiten mit dem Ball gespielt, seitdem ich da bin", war sich Kapitän Manfred Fischer sicher.

"Musst einfach irgendwann das Tor machen"

Aber auch er wusste: "Wenn du weiterkommen willst, musst du einfach irgendwann ein Tor machen. Das haben wir nicht hinbekommen." Wie schon vor einer Woche blieben Johannes Eggestein und Co. vor dem portugiesischen Gehäuse zu ungenau. "Wir haben es leider verpasst, dass wir das Match so richtig spannend machen. Daran müssen wir arbeiten", sagte Florian Wustinger.

Helm bilanzierte den heurigen Europacupausflug der Violetten positiv. Gegen Liepaja, Beitar Jerusalem und Braga seien viele Kaderspieler zum Einsatz gekommen. Runde für Runde wurde der Gegner stärker, die Luft dünner.

"Das waren jetzt sechs Wochen, in denen wir ganz wichtige Erfahrungen sammeln und die Spieler sich weiterentwickeln konnten", meinte der Burgenländer. "Das ist eine extrem fordernde Phase gewesen und die ist noch nicht vorbei. Ich denke, das ist etwas, wo die Mannschaft so unter ganz herausfordernden Bedingungen entscheidende Schritte machen kann."

Es geht weiter hart auf hart

Genau diesen Weg beschreitet die Austria seit einiger Zeit. "Wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln und wir wollen Spieler entwickeln", betonte Helm. Für ihn hätten die Europacupauftritte auch gezeigt, "dass wir eine sehr fitte Mannschaft haben".

Allerdings müsse man dahinkommen, die Leistung der ersten 45 Minuten gegen Braga auch über ein ganzes Spiel auf den Platz zu bringen. "Dann sind wir sicher eine Mannschaft, die jeden in der Liga vor große Probleme stellen kann", war der 43-Jährige überzeugt.

Dort liegt auch das sportliche Heil des Clubs - in den nationalen Bewerben. Am Sonntag geht es zu Salzburg, Mittwoch darauf kommt die WSG Tirol - drei Tage später steht die 2. Cuprunde mit einem Match in Traiskirchen auf dem Programm.

"Das wird jetzt eine Herausforderung werden, dass wir da schnell wieder in die Regionen kommen, wo wir hinwollen. Aber natürlich liegt jetzt der ganze Fokus auf der Bundesliga und Cup", sagte Helm.