Es zeigte wieder einmal wie hart das Profi-Geschäft im Fußball sein kann. Kurz vor dem Königsklassen-Kracher gegen Arsenal erfuhr Kimmich, dass sein Vater Berthold mit nur 57 Jahren verstorben war.
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Nur etwas mehr als eine Woche – mit drei Pflichtspielen – verging, ehe der 31-Jährige beim 2:2 gegen Dortmund als Kapitän wieder am Feld stand.
Eberl: "Kimmich hat mir sehr imponiert"
"Er stand auf dem Platz wie ein Leader. Das hat mir sehr imponiert. Kimmich hat mir vorher schon imponiert, aber heute nochmal mehr", waren die Worte von Sportvorstand Max Eberl bei "Sky".
Doch auch Kimmich selbst öffnete sich sehr emotional vor den TV-Kameras. "Es war natürlich eine sehr, sehr harte Woche für meine Familie, auch für mich. Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu stehen. Es war nicht ganz so einfach, aber man vergisst es dann während des Spiels zumindest kurz."
"Welt dreht sich leider und zum Glück weiter"
Auch wenn er gerade am Feld besonders an seinen Vater denken muss: "Mein Vater hat mich immer begleitet, stand immer an meiner Seite und hat an mich geglaubt, wenn ich es selbst nicht getan habe."
Der DFB-Kapitän betonte, wieder in den "normalen Alltag" zurückkommen zu wollen, auch "wenn man sich manchmal wünscht, dass die Welt ein bisschen stehen bleibt, aber sie dreht sich leider und zum Glück weiter".
Anteilnahme war "sehr, sehr besonders"
Besonders beeindruckt war der 31-Jährige zudem von der Unterstützung in seinem Umfeld. "Ich muss auch sagen, die Anteilnahme des Vereins, wie der hinter mir stand, auch der DFB, wer dann alles auf der Beerdigung war, das war schon für mich persönlich, für meine Familie sehr, sehr besonders."
"Das zeigt mir, dass ich hier am absolut richtigen Ort bin", so der Nachsatz von Kimmich. Wenig überraschend, immerhin beweist sich der FC Bayern auch abseits davon sehr krisensicher, blickt man auf die Situation rund um die Krankheiten von Jamal Musiala und zuletzt Trainer Vincent Kompany.
Bei Kimmich, der im defensiven Mittelfeld gesetzt ist und bei den Bayern noch Vertrag bis 2029 hat, scheint ein Karriereende bei dem Verein, für den er seit 2015 am Feld steht, nicht ausgeschlossen.