Eine internationale Kommission mit 37 Experten hat für einen Bericht im Fachjournal "The Lancet" hunderte mögliche Gefahren untersucht und 17 davon als besonders schwerwiegend eingestuft. An der Spitze stehen ein möglicher Atomkrieg und der missbräuchliche Einsatz künstlicher Intelligenz, etwa zur Entwicklung biologischer Waffen.
Die Experten betonen allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit solcher Extremszenarien schwer einzuschätzen ist. Beide Risiken hätten jedoch das Potenzial, die gesamte Menschheit auszulöschen.
Diese 17 Risiken bedrohen uns
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Neben Atomkrieg und KI-Missbrauch nennt der Bericht 15 weitere Gefahren: darunter Luftverschmutzung, Pandemien, Antibiotikaresistenzen, Klimawandel, Übergewicht, Unterernährung bei Kindern, Bildungsdefizite und Einkommensungleichheit. Auch Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Bluthochdruck und psychische Erkrankungen zählen dazu.
Überraschend: Bei den geschätzten verlorenen gesunden Lebensjahren liegt Übergewicht mit 23,1 Milliarden Jahren an erster Stelle. Es folgen Bildungsdefizite mit 16,1 Milliarden und Einkommensungleichheit mit 13,8 Milliarden.
Experten fordern rasches Handeln
Die Kommission betont, dass sich alle 17 Risiken gegenseitig beeinflussen. Deshalb brauche es gemeinsame Maßnahmen von Regierungen, Wissenschaft und Wirtschaft. Investitionen in neue Medikamente, Impfstoffe, sichere KI und Umwelttechnologien könnten helfen, die Gefahren einzudämmen.
Die zentrale Botschaft der Experten: Die Risiken sind nicht unausweichlich. Politische Entscheidungen von heute können entscheidend dafür sein, wie stark sie die Menschheit in Zukunft treffen.