5 weiterhin vermisst

Schweres Unglück: Bohrinsel versinkt mit 115 Menschen

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Schweres Unglück vor der Küste Afrikas: Eine Bohrinsel ist vor Gabun gesunken. 115 Menschen befanden sich an Bord, 110 von ihnen wurden in Sicherheit gebracht. Fünf Personen werden weiterhin vermisst. Die Suche nach ihnen läuft.
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Die Hubbohrinsel "Prospector 5" sank am Samstagabend, dem 24. Oktober, vor der Küste des zentralafrikanischen Staates Gabun. An Bord befanden sich insgesamt 115 Menschen. Nach Angaben des Betreibers Borr Drilling konnten 110 Personen sicher erfasst werden, fünf gelten weiterhin als vermisst. Rettungskräfte setzen ihre Suche fort.

Bohrinsel verlor plötzlich ihre Stabilität

Das Unglück ereignete sich im Fördergebiet Dussafu Marin nahe der Küstenstadt Mayumba. Die Bohrinsel war gerade für eine geplante Bohrkampagne vorbereitet worden und hatte noch nicht mit den eigentlichen Bohrarbeiten begonnen.

Nach ersten Erkenntnissen des Betreibers kam es während der Vorbereitungen zu einem sogenannten "Punch-through"-Ereignis. Dabei kann ein Stützbein der Hubbohrinsel unerwartet tief in den Meeresboden einsinken. Die Plattform verliert dadurch ihre Stabilität und kann schließlich kentern oder sinken. Die genaue Unfallursache ist noch Gegenstand von Untersuchungen.

Berichte über Todesopfer

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf drei mit dem Vorfall vertraute Quellen, dass ein Mitarbeiter ums Leben gekommen sei. Vier weitere Personen würden demnach vermisst. Die Regierung Gabuns hatte den Todesfall zunächst nicht bestätigt und erklärte weiterhin, dass fünf Menschen vermisst würden.

Das Ölministerium des Landes hat eine technische Untersuchung angeordnet. Zudem wurde die Marine zur Unterstützung der Such- und Rettungsmaßnahmen eingesetzt.

Keine schädlichen Stoffe im Meer gemeldet

Infolge des Unglücks wurde auch der Betrieb der nahe gelegenen Förderanlage MaBoMo vorübergehend eingestellt. Nach Angaben des Unternehmens BW Energy wurden bislang weder Schäden an der Anlage noch ein Austritt schädlicher Stoffe ins Meer gemeldet.

Vorsorglich bleiben Maßnahmen zum Schutz der Küste und des nahe gelegenen Nationalparks Mayumba im Einsatz. Die Rettungsarbeiten und die Untersuchung des Unglücks dauern an.