Commonwealth Games

Bruder von vermisster Maddie wird jetzt zum Schwimmstar

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Sean McCann, der jüngere Bruder der seit 2007 vermissten Maddie McCann, steht als Schwimmsportler bei den Commonwealth Games im Rampenlicht und träumt von Olympia.
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Das Gesicht seiner berühmten, verschwundenen Schwester kennt die ganze Welt. Seine Eltern haben dafür gesorgt, dass Maddie McCann nie vergessen wird, der Fall in 19 Jahren immer wieder neu aufgerollt wurde. Ihr jüngerer Bruder Sean McCann gab nie Interviews, mied weitestgehend die Öffentlichkeit. Bis jetzt! Mit 21 Jahren ist er ein erfolgreicher Schwimmsportler – und Schottlands Goldmedaillen-Hoffnung. Er ist einer von nur 25 Athleten, die für die Commonwealth Games in Glasgow (Schottland) nominiert worden sind. Die Spiele, die am Freitag starten, gelten als Sprungbrett für Olympia.

Neben seiner sportlichen Leistung fällt vor allem eines auf: seine markanten, grünen Augen. Es sind die gleichen wie die seiner vermissten Schwester, deren Leuchten sie so unverkennbar machte. Schon auf früheren Fotos ähnelten sich die blonden Kinder sehr. Maddie war nur ein Jahr älter als er. 2007 änderte sich das Leben der britischen Familie schlagartig, als die damals Dreijährige im Urlaub in Praia da Luz (Portugal) aus einer Ferienwohnung spurlos verschwand. Sean schlief damals in einem Zimmer nebenan. Bis heute wurde das Mädchen nie gefunden. Über Maddie hat er nie öffentlich gesprochen. Doch der Fall begleitet nun wie ein Schatten seine Karriere.

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Ziel sind die Olympischen Spiele

"Mein Ziel sind die Olympischen Spiele", verriet Sean McCann. "Ich schwimme, seit ich acht bin. Meine Mutter brachte mich dazu. Am Anfang habe ich es gehasst", erklärte er in einem kurzen Video seines Schwimmteams vor einigen Monaten auf Instagram. Selten spricht er so direkt in Kameras. Der 21-Jährige studiert Chemieingenieurwesen in Loughborough, einer Elite-Universität mit Leistungssportprogramm in England.

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Startrecht durch den Vater

In Glasgow darf er für Schottland starten, weil sein Vater, Garry McCann, gebürtiger Schotte ist. "Mein persönliches Ziel nach den Commonwealth Games sind die Olympischen Spiele", verriet er. Für 2028 könnte er sich in Los Angeles qualifizieren.

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Extremer Einsatz für den Traum

Dafür sei "extremer Einsatz" erforderlich: Seit seinem elften Lebensjahr – also neun Jahre nach dem Verschwinden von Maddie – stehe er mehrmals pro Woche um 4 Uhr morgens auf, um zu trainieren. Nach eigener Aussage geht der Sportler neunmal die Woche ins Schwimmbad und dreimal ins Fitnessstudio