Heftige Unwetter
Champions-League-Kracher vor Absage
Fußball-Fans fiebern am Mittwochabend der Königsklasse entgegen. Doch an diesem Mittwoch könnte ein Kracher wortwörtlich ins Wasser fallen. Der Hit von Italiens Sensationsteam Como gegen Manchester United könnte heftigen Unwettern zum Opfer fallen.
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Heftige Regenfälle und Unwetter in der gesamten Lombardei setzen die Austragung des Europacup-Krachers akut aufs Spiel. In Norditalien herrscht seit Stunden Ausnahmezustand. Gewaltige Niederschlagsmengen haben Teile der Lombardei unter Wasser gesetzt und sorgen auch bei den Verantwortlichen des italienischen Klubs für massive Sorgenfalten. Bereits am Dienstag gab es sintflutartige Regenfälle, die den Rasen schwer in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Situation spitzte sich am Mittwoch weiter zu, da keine Entspannung der Wetterlage in Sicht ist.
Der englische Journalist Simon Peach veröffentlichte über die Plattform X ein Video direkt aus der Region. Die Aufnahmen zeigen eindrücklich, mit welchen gewaltigen Wassermassen zu kämpfen ist und wie schwierig eine reguläre Durchführung der Partie unter diesen Bedingungen werden dürfte. Laut den aktuellen Prognosen, auf die sich Peach beruft, drohen vor dem Anpfiff bis zu 64 Millimeter Regen. Diese Wassermenge entspricht satten 64 Litern pro Quadratmeter und stellt jede Drainage vor eine fast unlösbare Zerreißprobe.
Wetterwarnungen in der Region
Die regionalen Behörden haben aufgrund der Unwetterfront offiziell reagiert und für die gesamte Region Lombardei die Wetterwarnung der Stufe Orange herausgegeben. Diese Alarmstufe signalisiert schwere sowie gefährliche Bedingungen für die Bevölkerung und Infrastruktur. Für den Abend kündigen die Meteorologen zudem weitere Schauer sowie das Risiko schwerer Gewitter an.
Beim europäischen Fußballverband UEFA hält man sich mit einer voreiligen Absage bisher zurück. Offizielle Stellungnahmen aus Nyon blieben bis dato aus. Erfahrungsgemäß wartet die UEFA bei solchen Witterungsverhältnissen so lange wie möglich ab, ehe ein Schiedsrichtergespann nach einer Platzbegehung kurz vor dem Anpfiff die endgültige Entscheidung fällt. Der Grund für das Zögern liegt auf der Hand: Die Suche nach einem adäquaten Nachholtermin gestaltet sich im extrem dichten internationalen Spielplan beider Klubs als Herkulesaufgabe.
Für die mitgereisten Anhänger droht das Duell ohnehin zum Albtraum zu werden. Sollte das Match tatsächlich angepfiffen werden, sind lediglich die Zuseher auf einer einzigen Tribünenseite vor den Wassermassen geschützt. Der Großteil der Fans müsste 90 Minuten lang im strömenden Dauerregen ausharren. Ob der Ball am Comer See rollt, entscheidet sich wohl erst unmittelbar vor Spielbeginn.