Ehe Romano Schmid am vergangenen Montag gegen Jordanien das viel umjubelte Tor erzielt hatte, war Andreas Herzog der letzte WM-Torschütze Österreichs. Nun ist er als Experte bei der Endrunde in den USA dabei und hat mit einer mutigen Prognose aufhorchen lassen.
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Der 57-jährige Ex-Rapidler wünscht sich entgegen vieler Meinungen Platz 2 in der Gruppe J mit einem Sieg oder Remis gegen Algerien. Hintergrund ist, dass seitdem immer wieder die "Schande von Gijon" heraufbeschworen wird, als Algerien vorzeitig ausschied und die Afrikaner nun die Möglichkeit haben, sich zu revanchieren.
So weit will es Herzog gar nicht kommen lassen. "Die Algerier wollen Revanche für damals. Aber ich will, dass wir gewinnen und dann das Duell mit Spanien", verrät er im ORF.
Kurioser Grund
Der Grund dafür könnte allerdings kurioser und unerwarteter nicht sein. Denn wenn das ÖFB-Team auf Platz 3 dennoch den Aufstieg schafft, winkt ein vermeintlich leichterer Gegner, wie etwa die USA.
Noch kurioser ist allerdings die ehrliche Erklärung von Herzog: "Wir wissen alle, was da 1999 in Valencia war." Damals kassierte die ÖFB-Auswahl mit Herzog in der Aufstellung eine bittere 9:0-Abreibung in Spanien. Danach trat Teamchef Herbert Prohaska zurück, die Schande ist aber immer noch ein Thema.
"Wenn wir gegen Spanien spielen, sag ich: "Burchen, haut's es weg, damit ich mir das nicht mehr anhören muss", scherzt Herzog und gibt damit ganz egoistische Gründe für seinen Wunschgegner im Sechzehntelfinale zu.