Khalil Al-Hayya

Das ist der neue Terror-Boss der Hamas

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Am Montag ist Khalil Al-Hayya zum obersten Anführer der radikal-islamischen Hamas-Miliz ernannt worden.
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Er lebt zusammen mit anderen Hamas-Anführern in Doha und pflegt enge Kontakte zum Iran. Al-Hayya hat seinen Einfluss in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut, weil Israel immer wieder andere Mitglieder der Hamas-Führungsriege bei Angriffen getötet hatte, darunter Ismail Haniyeh bei einem Besuch im Iran und Yahya Sinwar im Gazastreifen.

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Al-Hayya spielte eine zentrale Rolle bei den Waffenstillstandsverhandlungen während des Gazakrieges, die im Oktober 2025 in einem von den USA vermittelten Abkommen gipfelten. Seither gibt es keine größeren Kämpfe im Gazastreifen mehr, obwohl Israel weiterhin die Hamas und andere militante Gruppen angreift, die nach israelischen Angaben eine unmittelbare Bedrohung darstellen.

Al-Hayya galt bereits als der einflussreichste Vertreter der radikal-islamischen Bewegung im Ausland, seit Haniyeh im Juli 2024 von Israel im Iran getötet wurde. Nachdem Sinwar, der Drahtzieher des Überfalls auf Israel vom Oktober 2023 mit mehr als 1.200 Toten, im vergangenen Jahr bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen war, rückte er zudem in das fünfköpfige Hamas-Führungsgremium mit Sitz in Katar auf.

Seit 1987 bei der Terrororganisation

Der 64-Jährige stammt aus dem Gazastreifen. Anfang der 1980er-Jahre schloss er sich, zusammen mit Haniyeh und Sinwar, der Muslimbruderschaft an. Aus dieser sunnitisch-islamistischen Bewegung ging dann die Hamas hervor, der er seit ihrer Gründung im Jahr 1987 angehört.

Al-Hayya und seine Familie teilen dabei das Schicksal vieler führender Funktionäre der Gruppe. Im Gazastreifen wurde er selbst mehrmals von Israel festgenommen. Im Jahr 2007 traf ein israelischer Luftangriff das Haus seiner Familie in Gaza-Stadt, wobei mehrere Verwandte ums Leben kamen. Ein Jahr später wurde sein Sohn Hamza bei einem weiteren Luftschlag getötet. Sein ältester Sohn Osama wiederum starb mit seiner Frau und drei ihrer Kinder, als Israel 2014 dessen Haus bombardierte.

Verbindungsmann der Hamas

Als Al-Hayya vor einigen Jahren Gaza verließ, fungierte er als Verbindungsmann der Hamas zur arabischen und islamischen Welt. Er ließ sich in Katar nieder und begleitete Haniyeh im Juli 2024 bei dessen Besuch in Teheran, bei dem dieser getötet wurde. Im Jahr 2022 führte er eine Hamas-Delegation nach Damaskus, um die Beziehungen zum ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al-Assad wiederherzustellen, die ein Jahrzehnt zuvor abgebrochen waren, als die Hamas den überwiegend sunnitischen Aufstand gegen Assad unterstützte, der der alawitischen Minderheit angehört.

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Al-Hayya wird die Aussage zugeschrieben, dass der Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 nur als begrenzte Operation der Hamas gedacht gewesen sei, um "mehrere Soldaten" gefangen zu nehmen und gegen inhaftierte Palästinenser auszutauschen. Die Aktion habe dann aber dazu beigetragen, die Palästinafrage wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit zu rücken. Nach israelischen Angaben töteten Kämpfer unter Führung der Hamas bei den Angriffen in Israel damals etwa 1.200 Menschen auf bestialische Weise und entführten 251 weitere. Bei dem israelischen Gegenschlag und dem folgenden Krieg in Gaza kamen nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mehr als 73.000 Palästinenser ums Leben.