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Magyar baut Ungarn um: Suche nach Staatsoberhaupt

Ein Mann im Anzug spricht, unscharfer roter Lichtpunkt im Hintergrund.
© APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
Der ungarische Premier Péter Magyar hat am Montag im Budapester Parlament hervorgehoben, dass seit 1990 erstmals eine überparteiliche Person das Amt des Staatsoberhauptes einnehmen könnte.
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Einen Namen nannte er dabei nicht. Tags zuvor hatte er noch auf Facebook angekündigt, die ungarische Schacholympiasiegerin Judit Polgár dazu ersuchen zu wollen, das Amt zu übernehmen. Laut Medienberichten spaltete der Vorschlag allerdings Magyars Lager.

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Schreibtisch im Parlament mit Akten und einem Glas Wasser.
© APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK

Während Magyar den Namen von Polgár nicht nannte, holte das die Fraktionschefin der TISZA-Partei, Andrea Bujdosó, in ihrem Auftritt im Parlament nach. Die gesamte Fraktion stehe hinter ihr als geeignetste Kandidatin für das Amt des Staatsoberhauptes, worüber es eine umfassende Abstimmung innerhalb der Abgeordnetengruppe gegeben hätte. Die endgültige Entscheidung werde während der kommenden Sitzung der TISZA-Fraktion getroffen. Laut Bujdosó sei Polgár geeignet, die "nationale Einheit" zu verkörpern.

Opposition kritisierte fehlende gesellschaftliche Konsultation

Magyar ersuchte in seiner Rede die Parteien und die Zivilgesellschaft darum, sie möchten sich erklären, wen und warum sie für ein würdiges Staatsoberhaupt hielten. Magyar erklärte, er werde in den kommenden Tagen dafür arbeiten, dass die TISZA-Partei gemeinsam mit den Fraktionen der Opposition und der Zivilgesellschaft eine geeignete Person für das Amt finde.

Laut Medienberichten hätte das Ersuchen, Polgár für das Amt der Staatspräsidentin zu gewinnen, das Lager von Magyar gespalten. Die Opposition kritisierte, dass Magyar die Schacholympiasiegerin Polgár ohne gesellschaftliche Konsultation als Kandidatin benannt hatte.

Das Mandat von Staatspräsident Tamás Sulyok ging am Montag zu Ende. Das Parlament hat 30 Tage Zeit, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Solange soll Parlamentspräsidentin Ágnes Forsthoffer interimistisch die Amtsgeschäfte des Staatsoberhauptes übernehmen.

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