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Das plant die EU jetzt für unsere Bauern
Laut Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) geht es darum, "wie stellen wir sicher, dass die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie auch bei den Bäuerinnen zusammengeht. Die Realitäten auf den Höfen haben sich geändert".
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Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 wird Totschnig von der österreichischen Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger nach Brüssel begleitet. "Sie wird ihre Perspektive, ihre Sichtweise in die Diskussion einbringen", so der Minister am Rande des Ratstreffens. "Die Bäuerin am Hof hat heute die gleichen Realitäten wie jede andere Frau auch." Es ginge um Themen wie Kinderbetreuung oder Pflege. Totschnig fordert, dass der "Service, der anderen Frauen völlig normal zugänglich ist, auch den Bäuerinnen zugänglich" sei.
Anteil der angebauten pflanzlichen Proteine soll steigen
Die Strategie für die Tierhaltung soll europäischen Tierhaltern helfen, wirtschaftliche, ökologische und marktbezogene Herausforderungen besser zu bewältigen. Der Aktionsplan für Proteine zielt darauf ab, den Anteil der in der EU angebauten pflanzlichen Proteine von derzeit 25 Prozent auf 35 Prozent bis 2035 zu steigern. Die Tierhaltung sei mit einem Anteil von etwa 40 Prozent der Gesamtproduktion der europäischen Landwirtschaft ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Ernährungssicherheit und strategischen Autonomie, betonte die EU-Behörde. Tierhalter in ganz Europa hätten mit hohen und schwankenden Produktionskosten, Marktunsicherheit, extremen Wetterereignissen, neuen Tierkrankheiten sowie einer begrenzten Verhandlungsmacht zu kämpfen.
Zum Proteinplan zeigte sich Totschnig "sehr froh", der Plan sei eine langjährige Forderung Österreichs. "Wir haben in Europa die Situation, dass der Bedarf an Eiweißpflanzen nur zu einem Viertel gedeckt ist, also man ist sehr abhängig von Importen." Der Minister sieht hier absoluten Verbesserungsbedarf. In Österreich gebe es seit 2021 eine nationale Eiweißstrategie: "Wir haben die Produktion von Eiweißpflanzen massiv erhöht, wir sind heute das Land mit der drittgrößten Sojaanbaufläche innerhalb der Europäischen Union."
Totschnig freut sich, dass vor allem die Bedeutung der Grünlandwirtschaft in der Nutztierstrategie anerkannt wird: "Die Grünlandwirtschaft hat für uns in Österreich eine große Bedeutung: Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Grünland." Dort werde Milch und Fleisch erzeugt, und die Pflege sei auch bedeutend für den Tourismus. Bedeutend sie auch die Harmonisierung von nachhaltigen Tierhaltungssystemen. Als Beispiel nannte der Minister die Putenhaltung, wo Österreich "eines der Länder mit einem der höchsten Standards in der EU ist, und hier brauchen wir auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit Verbesserungen und mehr Fairness".
Irischer Ratsvorsitz präsentiert Prioritäten
Der irische Ratsvorsitz will sein Arbeitsprogramm und die wichtigsten Prioritäten für den Agrar- und Fischereisektor für das zweite Halbjahr 2026 vorstellen. "Die Prioritäten Irlands umfassen die drei Schlüsselbereiche Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Werte. Diese werden uns während der gesamten Dauer dieser Ratspräsidentschaft als Leitlinie dienen, während wir darauf hinarbeiten, die Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 deutlich voranzutreiben und Fortschritte zu erzielen sowie die Fangmöglichkeiten der Mitgliedstaaten für 2027 zu vereinbaren", so der zuständige irische Martin Heydon vor dem Rat.