Kaffee verdrängt

Das sind die Schattenseiten am Matcha-Hype

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Immer mehr Menschen tauschen ihren Kaffee gegen grünen Matcha ein. Eine aktuelle ZDF-Dokumentation zeigt nun jedoch, welche Schattenseiten hinter dem weltweiten Hype um das Trendgetränk stecken.
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Der Trend zum grünen Pulver bricht derzeit alle Rekorde. Laut Branchenkenner Thomas Groemer importierte Deutschland im Jahr 2025 mit 618 Tonnen so viel japanischen Matcha wie nie zuvor. Doch das Getränk bringt gravierende Probleme mit sich, wie die Sendung "planet e. – Genuss mit Beigeschmack" offenlegt.

Reise zu den Wurzeln des Tees

Für die Reportage reiste Victoria Reichelt nach Japan und begleitete den Landwirt Jintaro Yamamoto bei der Ernte in der bekannten Region Uji. Yamamoto stellt Matcha bereits in der sechsten Generation her. Er setzt auf Handarbeit und benötigt rund zwei Wochen für die Ernte – eine Maschine schaffe dieselbe Menge hingegen an nur einem Tag.

Markt wird mit Fälschungen geflutet

Durch dieses Missverhältnis entsteht ein enges Nadelöhr: Traditionelle Erzeuger können die globale Nachfrage nicht annähernd bedienen. In der Folge gelangen vermehrt minderwertige Produkte in den Verkauf. Da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, strecken viele Unternehmen sowie Kaffeehausketten das Pulver mit billigem Grüntee. Experte Marcel Karcher betont im Beitrag, dass verlässliche Siegel fehlen und Anbieter diese Lücke gezielt ausnutzen.

Gefahren für Umwelt und Gesundheit

Neben Qualitätsfragen beleuchtet die Dokumentation mit Fachleuten aus Medizin, Chemie und Verbraucherschutz die gesundheitlichen Versprechen des Tees. Ein weiterer Fokus liegt auf ökologischen Folgen sowie möglichen Pestiziden und Schadstoffen, die im Endprodukt landen können.