Leichtathletik-EM

Der Rücken! Nur Platz 10 für Diskus-Luki

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Nichts wurde aus der erhofften Medaille! Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger kam bei der EM in Birmingham nicht über Platz 10 hinaus.
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Der Oberösterreicher schleuderte am Donnerstagabend im Alexander Stadium den Diskus in seinem stärksten Versuch auf 63,80 m, das reichte nur für den zehnten Platz. Gold ging an den Slowenen Kristjan Ceh mit unglaublichen 72,51 m, Silber an den Litauer Mykolas Alekna mit 69,89 m und Bronze an den Deutschen Henrik Janssen mit 69,53.

"Die anderen waren besser"

Seinen Hexenschuss, der ihm in der Vorbereitung und auch noch in der Qualifikation zu schaffen gemacht hatte, wollte unser Diskus-Luki nicht als Ausrede hernehmen. "Die anderen waren heute besser. Die Bedingungen waren sehr gut, ich habe das leider nicht für mich nützen können. Ich habe probiert, die Balance zu finden, ich habe sie nicht wirklich gefunden, dann geht es auf einmal schnell", sagte Weißhaidinger.

Nur ein gültiger Versuch

Der EM-Zweite von 2024 in Rom eröffnete das Finale am Donnerstag mit 63,80 m und ließ zwei ungültige Versuche folgen. Da nur die besten acht Athleten noch drei weitere Versuche bekommen, war für ihn auf Platz zehn liegend der Bewerb zu Ende.

Überragender Ceh mit EM-Rekord

Bereits der erste von sechs Durchgängen brachte Megaweiten der späteren Medaillengewinner und des Schweden Daniel Stahl, der letztlich als Vierter leer ausging. Sein Trainer Gregor Högler habe ihn schon darauf vorbereitet, dass es so sein werde, meinte Weißhaidinger. "Dass man mit dem klarkommen muss. Man bekommt das natürlich mit. Ich musste im dritten riskieren. Unterm Strich waren die anderen besser. Aber wir haben viel in den letzten Wochen rausgeholt, dass ich überhaupt am Start stehe. Man muss das so akzeptieren."

Ceh warf sechsmal über 68 m, davon viermal über 70. Die Siegweite von 72,51 bedeutet EM-Rekord.

Weißhaidinger erhielt erst am vergangenen Donnerstag die ärztliche Freigabe für das Antreten bei der EM. Zwei Wochen lang hatte ihn eine Muskelverhärtung im Rücken geplagt. "Den Rücken habe ich heute nicht gespürt, aber mehr Würfe hätte ich den vergangenen Wochen halt gebraucht. Die Vorzeichen waren nicht überragend." Der Plan für das Finale war die Attacke auf die Saisonbestleistung von 67,00 m gewesen. Högler hatte gehofft, dass sein Athlet um die Top fünf mitmischen wird - dies erfüllte sich nicht. Auf nächstes Jahr hin steht die WM-Qualifikation im Vordergrund.