Marvel-Geheimnis
Der verbotene "Fantastic Four"-Film, den niemand sehen durfte
Der TV-Regisseur Oley Sassone bekam damals den Auftrag, mit einem Mikrobudget von nur 1,3 Millionen Euro einen Spielfilm über das berühmte Superhelden-Quartett zu drehen. Oley steckte sein ganzes Herzblut in das Projekt und glaubte fest daran, einen echten Kinofilm zu schaffen. Doch nur eine Woche vor dem geplanten Start zog Bernd Eichinger die Notbremse. Der fertige Film verschwand für immer im Archiv, wie das Portal Filmstarts berichtet. Auch unter Marvel-Fans kursieren seit Jahren illegale Bootleg-Versionen im Netz.
Ein reines Mittel zum Zweck
Hinter der Produktion steckte von Anfang an kein künstlerischer Antrieb. Eichingers Firma Neue Constantin Film hatte sich die Rechte an den "Fantastic Four" günstig gesichert. Diese wären jedoch Ende 1992 verfallen, wenn nicht rechtzeitig mit den Dreharbeiten begonnen worden wäre. Eine Veröffentlichung war vertraglich gar nicht vorgeschrieben. Bernd engagierte dafür die B-Movie-Legende Roger Corman (†98), der für extremen Zeitdruck und minimale Mittel bekannt war. Oley Sassone wusste von diesem geheimen Plan überhaupt nichts. Berichten zufolge wurde sogar das Negativ des Films verbrannt, um Kopien zu verhindern. Im Magazin "Vice" zeigte sich der Regisseur wütend über die Aktion: "Ich nehme es ihnen sehr übel, dass sie das getan haben."
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Millionen an den Kinokassen
Für Constantin Film ging der Plan dennoch voll auf. Durch die Aktion behielt die Firma die Rechte und konnte ab 2005 zwei millionenschwere Blockbuster für das große Kino realisieren. Mit Hollywood-Stars wie Jessica Alba (45) und Chris Evans (45) spielten die Filme trotz verhaltener Kritiken viel Geld ein. Mittlerweile ist mit "The Fantastic Four: First Steps" eine neue Adaption erschienen, die bei Kritikern und Fans wesentlich besser ankommt.