Wien-Guide

Die besten Wien-Adressen laut Gwyneth Paltrows Blog Goop

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Sacher, Schnitzel und Lipizzaner dürfen natürlich nicht fehlen: Gwyneth Paltrows Lifestyle-Plattform Goop hat einen eigenen Wien-Guide veröffentlicht. Zwischen den Klassikern, die wohl auf jeder amerikanischen Bucket List stehen, finden sich aber auch einige Adressen, die selbst Wiener und Wienerinnen nicht immer auf dem Schirm haben.
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Wien durch die Augen amerikanischer Besucher zu sehen, kann durchaus unterhaltsam sein. Da wird vom imperialen Prunk geschwärmt, Wiener Schnitzel bis zum Umfallen gegessen und die Sachertorte fast schon zur Pflicht erklärt. Genau dieses Bild zeichnet auch der neue Wien-Guide von Goop, der Lifestyle-Plattform von Hollywood-Star Gwyneth Paltrow.

Der Guide richtet sich ausdrücklich an Menschen mit einem Faible für Design, Kunst, schöne Hotels und besondere Geschäfte – und beschreibt Wien als Stadt, die ihren ganz eigenen Charakter bewahrt hat. Von den Habsburgern über Mozart und Beethoven bis hin zu Klimt, Schiele und der Wiener Moderne spannt Goop den großen kulturhistorischen Bogen.

Und natürlich beginnt eine luxuriöse Wien-Reise für Goop dort, wo sie aus amerikanischer Sicht fast beginnen muss: im Hotel Sacher.

Hotel Sacher © Hotel Sacher

Das Sacher als Inbegriff von Wien

Die Autorin des Guides schwärmt von ihrem Aufenthalt im traditionsreichen Hotel gegenüber der Staatsoper und beschreibt es als eine Mischung aus Wiener Glamour und kompromissloser Dekadenz. Besonders angetan zeigt sie sich von den dunkelroten Interieurs, historischen Details und der berühmten Blaue Bar.

Wer Wien kennt, wird darüber vermutlich wenig überrascht sein. Doch beim Essen wird die Auswahl schon interessanter.

Zum Schwarzen Kameel © Getty Images

Vom Schwarzen Kameel bis zum Café Prückel

Für ein elegantes Dinner empfiehlt Goop die Rote Bar im Hotel Sacher, wo Wiener Klassiker wie Schnitzel und Rindsroulade zwischen rotem Samt, historischen Porträts und Klaviermusik serviert werden. Deutlich legerer darf es bei Huth zugehen. Besonders hervorgehoben werden dort das Backhendl und – wenig überraschend – der Kaiserschmarrn.

Ein weiterer Wien-Klassiker auf der Liste: Zum Schwarzen Kameel. Goop lobt nicht nur die berühmten belegten Brötchen, sondern auch das Jugendstil-Interieur und die Mischung aus Stammgästen und Touristen.

Überraschender ist da schon die Empfehlung der Marktwirtschaft, die mit saisonaler veganer Küche als Gegenprogramm zur eher deftigen Wiener Küche genannt wird. Auch Demel darf natürlich nicht fehlen – inklusive heißer Schokolade – genauso wie das Café Prückel, das Goop vor allem wegen seines 1950er-Jahre-Interieurs schätzt.

Martini in der Loos Bar

Noch ein Tipp, den Touristen nicht immer sofort auf ihrer Liste haben: die Loos American Bar. Die winzige, 1908 von Adolf Loos entworfene Bar zählt zwar längst zu den Design-Ikonen Wiens, geht zwischen Rooftop-Bars und großen Hotelbars aber gerne einmal unter.

Goop empfiehlt sie als perfekten letzten Stopp des Abends – am besten mit einem Martini zwischen Marmor, Onyx, und den berühmten Spiegelwänden.

Jungmann&Neffe am Albertinaplatz © Getty Images

Diese Wiener Shops liebt Goop

Besonders spannend wird der Guide beim Shopping. Statt internationaler Luxusketten stehen vor allem traditionsreiche Wiener Häuser auf der Liste.

Bei Lobmeyr sollen Besucher hauchdünne Gläser, Vasen und Barware kaufen, LodenPlankl wird für österreichische Trachtenmode empfohlen und bei Jungmann & Neffe schwärmt Goop von edlen Stoffen, Accessoires und gemusterten Regenschirmen mit Holzgriffen.

Dazu kommen die Porzellanmanufaktur Augarten, Tostmann Trachten und das Dorotheum. Gerade Letzteres empfiehlt Goop nicht nur zum Schauen: Besonders spannend sei es, einmal tatsächlich eine Auktion mitzuerleben.

Einer der vielleicht weniger offensichtlichen Tipps ist Jarosinski & Vaugoin. Die traditionsreiche Wiener Silbermanufaktur wird als Adresse für außergewöhnliche Erinnerungsstücke genannt – von Champagnerkelchen bis zu dekorativen Vasen.

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Klimt, Lipizzaner und eine der schönsten Bibliotheken der Welt

Beim Sightseeing-Programm bleibt Goop dann wieder ziemlich klassisch. Die Spanische Hofreitschule wird selbst Nicht-Pferdefans empfohlen – allerdings mit einem guten Tipp: Statt der großen Vorstellung solle man lieber ein Morgentraining besuchen, weil es entspannter und weniger überlaufen sei.

Auch das Obere Belvedere mit Klimts "Kuss", das MAK und die Secession stehen auf dem Programm. Besonders große Begeisterung löst allerdings der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek aus. Mit seinen Fresken, Marmorsäulen, historischen Globen und rund 200.000 Büchern wird er als eine der eindrucksvollsten Bibliotheken überhaupt beschrieben.

Selbst Wellness findet Goop in Wien

Einen kleinen Seitenhieb kann sich die amerikanische Plattform allerdings nicht verkneifen: Wien sei keine besonders auf Wellness fokussierte Stadt. Zwei Adressen schaffen es trotzdem in den Guide.

Empfohlen werden das Asaya Spa im Rosewood Vienna, unter anderem wegen Treatments mit Produkten von Susanne Kaufmann, Rotlichttherapie und Infusionen, sowie die MAYRLIFE Vienna Day Clinic, die medizinische Diagnostik mit der österreichischen Mayr-Methode verbindet.

So sieht Goop Wien

Das Fazit des Guides ist eigentlich eine ziemlich charmante Liebeserklärung an Wien. Ja, Amerikaner lieben offenbar genau jene Dinge, die man erwarten würde: Sacher, Schnitzel, Klimt, Lipizzaner und kaiserlichen Prunk. Doch zwischen all den Klassikern finden sich einige Tipps, die zeigen, dass sich auch für Wiener ein zweiter Blick lohnt.

Denn wann waren Sie zuletzt auf einen Martini in der Loos Bar, bei einer Auktion im Dorotheum oder einfach nur auf einen Kaffee im Prückel?