Kurios
Dieser Mega-Patzer schreibt Tennis-Geschichte
Arthur Fils ist die Nummer neun der Tennis-Welt, gewann vor gut einem Monat das Masters in Cincinnati und hätte beim ATP-Turnier in Tokio sogar zu den Topgesetzten gehört. Trotzdem stand der 22-Jährige am Wochenende dort, wo sich normalerweise Spieler mit ganz anderen Weltranglistenpositionen wiederfinden: in der Qualifikation.
Und damit stellte der Franzose unfreiwillig sogar einen Rekord auf.
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Vom Masters-Triumph in die Quali
Sportliche Gründe gibt es dafür kaum. Fils spielt eine starke Saison. Neben seinem bislang größten Karriereerfolg in Cincinnati gewann er Barcelona und erreichte bei den Masters-Turnieren in Miami und Madrid jeweils das Halbfinale.
In der Weltrangliste kletterte er dadurch bis auf Position neun. Nach der Absage von Ben Shelton wäre Fils in Tokio sogar hinter Carlos Alcaraz und Frances Tiafoe als Nummer drei gesetzt gewesen.
Statt Freilos und gesetztem Platz im Hauptfeld wartete jedoch Martin Damm in der ersten Qualifikationsrunde.
Dieser Patzer ist schuld
Die Auflösung ist erstaunlich banal: Fils hatte schlicht die Anmeldefrist für das Turnier verpasst.
Weil der Franzose trotzdem möglichst schnell nach seinem Erstrunden-Aus bei den US Open in die Asien-Tour einsteigen wollte, blieb ihm nur der Weg durch die Qualifikation.
Damit gelang Fils auch noch ein zweifelhafter Eintrag in die Tennis-Statistik. Seit mindestens 2007 musste kein Spieler auf Weltranglistenplatz neun oder besser durch die Qualifikation eines ATP-Turniers. Den bisherigen Tiefstwert hielten Tommy Paul und Jack Sock, die jeweils als Nummer 15 der Welt in die Quali mussten.
Erst verschlafen, dann aufgewacht
Zumindest auf dem Platz bekam Fils die Sache wieder in den Griff. Gegen den US-Amerikaner Damm verlor der Masters-Champion den ersten Satz noch deutlich mit 2:6 – danach drehte er auf und gewann die folgenden Durchgänge jeweils 6:1.
Tokio kennt Fils ohnehin bestens: 2024 holte er dort seinen ersten ATP-Titel auf Hartplatz. Diesmal muss er sich den Weg ins Hauptfeld allerdings selbst erarbeiten. Für den Weltranglisten-Neunten zählt dabei jeder Punkt: Im Rennen um die acht Plätze bei den ATP Finals in Turin liegt Fils derzeit auf Rang sieben.