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Dürre-Alarm: Po trocknet völlig aus
Die anhaltende Trockenheit verschärft die Wasserknappheit in Norditalien. Der Wasserstand des Po, dem längsten Fluss Italiens, ist so niedrig, dass nach Angaben der zuständigen Flussgebietsbehörde die verfügbaren Reserven nur noch für etwa eine Woche Bewässerung ausreichen. An der Flussmündung dringt zugleich Meerwasser ins Landesinnere vor. Der sogenannte Salzwasserkeil hat bereits eine Strecke von 20 bis 25 Kilometern zurückgelegt.
Die Bewässerung in dem betroffenen Gebiet wurde eingestellt, um Schäden an den Feldern durch salzhaltiges Wasser zu verhindern. Nach Angaben des italienischen Verbands der Bewässerungs- und Entwässerungsverbände Anbi liegt die Wasserführung des Flusses Po nahe der Ortschaft Pontelagoscuro nahe der Stadt Ferrara rund 70 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.
Hohe Wassertemperaturen verringern den Sauerstoffgehalt
Neben der Landwirtschaft leidet auch die Muschelzucht unter den außergewöhnlich hohen Temperaturen. Im Delta des Flusses Po stieg die Wassertemperatur auf 32 Grad und erreichte damit Werte, die normalerweise erst Mitte August gemessen werden. In der Lagune von Goro in der Provinz Ferrara überlebten nach Angaben der Branche nur etwa zehn Prozent der Venusmuscheln. In Scardovari in der Provinz Rovigo starben unzählige Miesmuscheln innerhalb kurzer Zeit.
Die hohen Wassertemperaturen verringern den Sauerstoffgehalt und fördern zugleich die Ausbreitung von Algen, was die Muschelbestände zusätzlich belastet, warnte der italienische Fischereiverband Confcooperative Pesca.
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Auch Pegel des Lago Maggiore niedrig
Die Dürre hat zwar noch nicht das Ausmaß des Rekordsommers 2022 erreicht. Dennoch ist der Pegel des Lago Maggiore inzwischen zwei Zentimeter niedriger als vor vier Jahren. Innerhalb einer Woche sank der Wasserstand des Sees infolge der Hitze und der dadurch beschleunigten Verdunstung um 33 Zentimeter.
Die Regionalregierung des Piemonts will am Montag über die Öffnung mehrerer alpiner Staudämme beraten. Damit soll zusätzliches Wasser in den Fluss Po geleitet werden, um die Bewässerung der Reisfelder zu sichern. Die Maßnahme gilt jedoch lediglich als kurzfristige Entlastung.