Nicht das Smartphone
Ekel-Alarm: Ausgerechnet DAS ist der dreckigste Gegenstand im Handgepäck
Wer an eklige Reiseutensilien denkt, hat meist die Rollen des Koffers, die getragenen Straßenschuhe oder das Smartphone im Kopf. Doch eine aktuelle Labor-Untersuchung des Portals JRPass aus dem Frühjahr 2026 beweist nun: Kein anderer Gegenstand in unserem Gepäck wimmelt so sehr von Bakterien wie unser wichtigstes Reisedokument.
Das ist der dreckigste Reisegegenstand
Für das Experiment haben Mikrobiologen verschiedene Reiseutensilien untersucht. Mit sterilen Tupfern nahmen sie Proben von typischen Kontaktpunkten, wie Reißverschlüssen, Schuhsohlen, Handy-Displays und eben auch Reisepässen. Anschließend brüteten sie die Kulturen acht Tage lang im Labor aus und zählten die sogenannten koloniebildenden Einheiten (CFU – Colony Forming Units) pro 3 Quadratzentimeter. Das schockierende Ranking der dreckigsten Reisebegleiter:
- Der Reisepass mit 436 CFU
- Das Aufgabegepäck (Koffer) mit 97 CFU
- Schuhe mit 65 CFU
- Das Handgepäck mit 56 CFU
- Das Smartphone mit 45 CFU
- Kleidung (z.B. Mäntel) mit 15 CFU
Ihr Reisepass ist mehr als viermal so dreckig wie der Koffer, der über den schmutzigen Asphalt rollt, fast siebenmal so unhygienisch wie Ihre Straßenschuhe und er stellt selbst das Smartphone, das Sie täglich in der Hand halten, in den Schatten.
Darum ist der Reisepass ein Keim-Hotspot
Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es eigentlich logisch: Unser Handy haben wir meist selbst in der Hand. Der Reisepass dagegen geht auf jeder Reise auf Wanderschaft – durch zahlreiche fremde Hände und von einem Schalter zum nächsten.
Dr. Primrose Freestone, Mikrobiologin an der britischen University of Leicester, stellt klar: „Je öfter ein Reisepass von den Händen verschiedener Menschen berührt wird, desto mehr und unterschiedlichere Bakterien, Pilze und sogar Viren werden auf seiner Oberfläche abgelagert“. Verfolgen Sie nur mal den Weg Ihres Passes:
- Beim Check-in: Das Bodenpersonal nimmt ihn in die Hand.
- Bei der Passkontrolle: Schwitzige Hände der Grenzbeamten, die an diesem Tag schon hunderte andere Pässe berührt haben.
- Die Automaten-Scanner: Tausende Reisende pressen ihre Dokumente auf exakt dieselbe, selten gereinigte Glasfläche.
- Im Hotel: Die Rezeptionisten beim Check-in auf der anderen Seite der Welt.
- Duty-Free: Der Kassierer am Schalter prüft nochmal schnell die Daten.
Was Sie jetzt tun sollten
Sollten Sie Ihren Reisepass jetzt panisch in Desinfektionsmittel baden oder in die Waschmaschine werfen? Auf gar keinen Fall. Ein nasser oder beschädigter Pass (insbesondere wenn der Mikrochip, das Foto oder die Visaseiten beschädigt werden) macht das Dokument ungültig. Im schlimmsten Fall verweigert Ihnen die Fluggesellschaft dann das Boarding. So bleiben Sie trotzdem hygienisch und sicher auf Reisen:
Nutzen Sie eine Schutzhülle: Ein schickes Cover aus Leder oder glattem Plastik sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt einen Großteil der Keime auf. Nach dem Urlaub können Sie die Hülle einfach abnehmen und feucht abwischen.
Hände waschen: Nachdem Sie die Sicherheits- und Passkontrolle hinter sich gelassen haben, sollte der erste Weg auf die Flughafentoilette zum Händewaschen führen. Alternativ tut es auch ein Klecks Handdesinfektionsmittel.
Vorsichtige Reinigung: Die glatte Außenseite moderner Pässe können Sie ganz vorsichtig mit einem leichten antibakteriellen Tuch abwischen, sofern Sie darauf achten, dass absolut keine Feuchtigkeit an die empfindlichen Papier-Innenseiten gerät.