Das sagt ÖSTERREICH

Entschuldigung reicht nicht, jetzt braucht es Taten!

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Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.
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"Kinderbetreuung ist keine Arbeit." Vier Worte, mit denen Bundeskanzler Christian Stocker einen politischen Super-GAU ausgelöst hat. Auch wenn sich der Kanzler mittlerweile für seine völlig indiskutable Aussage entschuldigt hat (und sie wohl auch anders gemeint hat), der Image-Schaden für ihn und die ÖVP ist verheerend und wird ihm noch lange nachhängen.

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Stocker hat mit seinem "Keine Arbeit"-Sager Millionen Mütter (und auch Väter) in diesem Land vor den Kopf gestoßen. Selbstverständlich ist Elternsein ein (unbezahlter) Fulltime-Job. Die tagtägliche Aufopferung insbesondere von allen Mamas kann man nicht genügend wertschätzen. Leider tut das - ganz abgesehen von den Stocker-Aussagen - die Politik in diesem Land quer über alle Parteigrenzen viel zu wenig.

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Stocker-Entschuldigung


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Was ist mit der längst überfälligen Anrechnung der Betreuungszeiten für die Pension? Was ist mit deutlich mehr finanzieller Unterstützung für Familien und Alleinerziehende in diesem Land? Was ist mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie endlich leichter wird?

Wenn die Politik schon sonst kaum etwas weiterbringt, dann könnte es doch zumindest bei der Kinderbetreuung einmal einen Schulterschluss aus Regierung, Opposition und Ländern geben. So entbehrlich die Stocker-Aussagen auch waren, vielleicht sind sie endlich der notwendige Anstoß, den unsere Familienpolitik so dringend braucht. Und hoffentlich auch der Anstoß, allen, die sich tagtäglich um ihre Kinder kümmern, DANKE zu sagen.