Neue Enthüllung

Epstein-Files: Hefner warnte FBI schon 2005

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Neue, nun entsiegelte Gerichtsunterlagen werfen ein brisantes Licht auf die frühen Hinweise gegen Jeffrey Epstein. Demnach soll Playboy-Gründer Hugh Hefner bereits 2005 mehrfach das FBI kontaktiert haben, nachdem ihm eine Frau schwere Vorwürfe gegen Epstein geschildert hatte.
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Im Mittelpunkt steht das frühere Playmate Audra Christiansen. Sie soll Hefner in der Playboy Mansion von ihren Erlebnissen erzählt haben. Nach Angaben aus den Gerichtsunterlagen habe sie geschildert, von Epstein und Personen aus seinem Umfeld sexuell missbraucht und zum Zweck des Menschenhandels ausgebeutet worden zu sein.

Christiansen soll Hefner anschließend gebeten haben, sich direkt an das FBI zu wenden. Sie hoffte offenbar, dass seine Bekanntheit und sein gesellschaftlicher Einfluss ihren Aussagen mehr Gewicht verleihen würden. Hefner soll daraufhin tatsächlich mehrfach telefonisch Kontakt zur Bundesbehörde aufgenommen haben.

15 Jahre lang keine Ermittlungen?

Besonders brisant ist, was danach passiert sein soll: Laut der Klageschrift der Epstein-Überlebenden ging das FBI den Hinweisen rund 15 Jahre lang nicht nach. Christiansen sei demnach erst im Oktober 2020 von den Behörden kontaktiert worden.

In den nun öffentlich gewordenen Unterlagen wird ihr Vorwurf drastisch beschrieben. Sie soll ausgesagt haben, sie sei nach ihrer Begegnung mit Epstein plötzlich nackt gewesen und von ihm vergewaltigt worden. Anschließend sei sie über Jahre hinweg gehandelt worden.

Überlebende verklagen US-Regierung

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Die Angaben wurden im Rahmen einer Klage mehrerer Epstein-Überlebender gegen die US-Regierung bekannt. Sie werfen dem FBI unter anderem vor, glaubwürdigen Hinweisen auf sexuellen Kindesmissbrauch und Sexhandel nicht angemessen nachgegangen zu sein. Anwalt Arick Fudali, der mehrere Betroffene vertritt, bezeichnete die Berichte über die ignorierten Hinweise als "erschütternd".

Die US-Regierung weist die Vorwürfe zurück und beantragte die Abweisung der Klage. Die Bundesstaatsanwälte argumentieren unter anderem, die Ansprüche seien zu spät geltend gemacht worden. Spätestens 2019 hätten die Betroffenen öffentlich von den entsprechenden Umständen erfahren.

Hefner selbst ebenfalls mit Vorwürfen konfrontiert

Besonders brisant ist die Rolle Hugh Hefners. Der Playboy-Gründer starb 2017. In den Jahren danach erhoben zahlreiche frühere Playmates, Partnerinnen und Mitarbeiterinnen selbst schwere Vorwürfe gegen ihn.

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Ihm wurden unter anderem systematisches sexuelles Fehlverhalten, Manipulation und mutmaßliche sexualisierte Übergriffe unter Drogeneinfluss vorgeworfen.