Machtkampf
Epstein-Skandal bringt Vance gegen Trump in Stellung
Ein neues Buch zweier Reporter der "New York Times" liefert derzeit brisante Einblicke in das Weiße Haus. Demnach inszenierte sich Vizepräsident JD Vance bei internen Krisensitzungen zum Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als starker Krisenmanager. In den Besprechungen im "Situation Room" ging es sogar um unbewiesene Vorwürfe, wonach Donald Trump die Brustwarzen einer jungen Frau sehr aggressiv malträtiert habe.
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Volle Transparenz im Skandal gefordert
Während der 80-jährige US-Präsident und seine Berater die Berichte lediglich als alte Gerüchte abtaten, forderte der 41-jährige Vance bei Treffen ohne Trump die sofortige Flucht nach vorne. Er argumentierte, dass selbst heikle Details öffentlich gemacht werden müssten, da der Skandal ein riesiges Problem für Trumps Präsidentschaft und die MAGA-Bewegung sei. In Washington wird nun intensiv getuschelt, ob der Ex-Senator die Epstein-Causa gezielt für seine eigenen Ambitionen nutzt.
Da Trump wegen der gesetzlichen Amtszeitbegrenzung (die US-Verfassung erlaubt nur zwei Amtszeiten) 2028 nicht mehr antreten darf, bringt sich Vance offensiv in Stellung. Der Vizepräsident, Marines-Veteran und Bestsellerautor sieht sich als authentischster Erbe der Trump-Basis. Bei den künftigen Vorwahlen der Republikaner erhofft er sich durch seinen direkten Draht zur MAGA-Basis Vorteile gegenüber seinem Hauptrivalen, Außenminister Marco Rubio.