Hitzekollaps

Experten warnen: 40-Grad-Hammer trifft Europa

Europa steht erneut eine massive Hitzewelle bevor. In Frankreich werden bis zu 40 Grad erwartet, in Spanien sogar 43 Grad. Während sich die extreme Hitze zunächst auf den Westen konzentriert, zieht sie anschließend weiter Richtung Mittel- und Osteuropa.
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In Frankreich startet am Dienstag eine neue heiße Phase. Bereits heute werden vielerorts 33 bis 37 Grad erwartet. Am Mittwoch steigen die Temperaturen weiter an, teilweise auf 39 Grad.

Der Höhepunkt soll am Donnerstag und Freitag erreicht werden. Dann könnten in weiten Teilen des Landes 36 bis 40 Grad erreicht werden. Der französische Wetterdienst hat deshalb seine orange Hitzewarnung ausgeweitet. Für Mittwoch gilt sie mittlerweile in 78 Départements.

Auch in den Städten wird es heiß: Für Paris werden bis zu 35 Grad erwartet, in Toulouse 36 und in Bordeaux sogar 39 Grad. Der französische Meteorologe Guillaume Séchet warnt vor der Entwicklung: "Sehr heiße Luft wird in den kommenden Tagen ganz Frankreich erfassen."

Spanien kratzt an der 43-Grad-Marke

Noch extremer könnte die Lage in Spanien werden. Dort könnten die Temperaturen im Laufe der Woche auf bis zu 43 Grad steigen.

Besonders heiß dürfte es unter anderem in Córdoba, Sevilla, Granada und Madrid werden. Auch Italien bleibt von der neuen Hitzewelle nicht verschont. In Städten wie Rom, Mailand und Florenz sowie auf Teilen Sardiniens werden Temperaturen von 37 Grad oder mehr erwartet.

Hitze zieht weiter nach Osten

Während sich Frankreich und Spanien gegen Ende der Woche langsam abkühlen sollen, bleibt die Hitze in Europa erhalten – sie verlagert sich zunehmend Richtung Mittel- und Osteuropa.

Für Ungarn, Serbien und Rumänien werden ebenfalls Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke erwartet. Damit könnte die extreme Hitze in den kommenden Tagen auch für Österreich wieder stärker zum Thema werden.

Hohe Waldbrandgefahr bleibt bestehen

Die hohen Temperaturen treffen auf vielerorts bereits ausgetrocknete Böden. Dadurch steigt auch die Waldbrandgefahr weiter.

Besonders Teile Spaniens und Frankreichs sind betroffen. Aber auch in Ungarn, Rumänien und Serbien wird vor erhöhter bis extremer Brandgefahr gewarnt. Der Sommer hat in Europa bereits deutliche Spuren hinterlassen: Laut den vorliegenden Angaben wurden heuer mehr als 550.000 Hektar Land durch Brände erfasst. In Frankreich und Spanien mussten insgesamt mehr als 300.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Europa erlebt außergewöhnlich warme Monate

Die aktuelle Hitzewelle reiht sich in einen bereits außergewöhnlich warmen Sommer ein. Frankreich verzeichnete von Mai bis Juli 2026 eine Temperaturabweichung von plus 2,8 Grad. Damit lag das Land in diesem Zeitraum laut den vorliegenden Daten weltweit an der Spitze.

Für Westeuropa wurde für Juni und Juli zudem eine durchschnittliche 24-Stunden-Temperatur von 21,62 Grad angegeben. Das waren 2,79 Grad mehr als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 und zugleich ein neuer Rekord. Als einer der Gründe gelten anhaltende Hochdrucklagen, die die heiße Luft über Europa festhalten. Gleichzeitig trocknen die Böden weiter aus – wodurch sich Hitze und Trockenheit gegenseitig verstärken. Die nächsten Tage dürften deshalb nicht nur für Frankreich und Spanien spannend werden: Die extreme Hitze wandert weiter nach Osten.