Geheim-Trip

Andrew: Luxus-Reise auf Einladung

© APA/AFP/LILLIAN SUWANRUMPHA
Während in der Heimat die Ermittler wegen Amtsmissbrauchs jagen, duckt sich Andrew Mountbatten-Windsor lieber im französischen Luxus-Exil ab – und jettete auf Kosten eines arabischen Multimillionärs zum heimlichen Society-Urlaub.
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Während zu Hause in England die Ermittler die Akten wälzen, schaltet Andrew Mountbatten-Windsor (66) – der Mann, der einst als Prinz Andrew bekannt war – lieber auf Urlaubsmodus. Wer braucht schon das heimische Exil auf dem Sandringham-Anwesen, wenn man sich den Luxus einfach von spendablen Freunden finanzieren lassen kann? Wie die "Daily Mail" enthüllte, hat sich der jüngere Bruder von König Charles III. (77) klammheimlich über den Ärmelkanal verdrückt. Ziel der royalen Flucht: Ein verlängertes Wochenende der Extraklasse in der Bretagne – natürlich stilecht auf Einladung.

Der edle Spender des Wochenend-Trips hört auf den Namen Mohammad A. Baker (38). Als Chef des emiratischen Familienkonzerns Gulf Marketing Group (GMG) jongliert der Multimillionär nicht nur mit feinsten Kontakten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sondern anscheinend auch gerne mit den Reisekosten für in Ungnade gefallene Ex-Royalties.

Im Privatjet zum Luxus-Gestüt

Für Andrew hieß es Ende Mai: Bitte einsteigen! Ein von Baker gecharterter Privatjet holte den 66-Jährigen in Norwich ab und flog ihn direkt nach Dinard im Nordwesten Frankreichs. Von dort ging es weiter auf Bakers privates High-Society-Gestüt "MAB Stables" in Mont-Dol. Umgeben von rund 130 Vollblutpferden und nahe der Atlantikküste ließ es sich der pferdebegeisterte Brite drei Tage lang so richtig gutgehen. Unterkunft? Gratis im Privathaus des Gastgebers. Verpflegung? Vom eigenen Privatkoch. Freizeitprogramm? "Er unternahm herrliche Ausritte am Strand", wie ein Mitarbeiter Protokoll gab.

Dass dieser Luxus-Trip der britischen Öffentlichkeit die Zornesröte ins Gesicht treibt, hat System. Andrew pflegt seit jeher eine fast schon magische Anziehungskraft auf ausländische Milliardäre. Als ehemaliger Handelsbeauftragter knüpfte er weltweit Kontakte zu den Superreichen – Kritiker werfen ihm schon lange vor, diese Visitenkarten vor allem für das eigene Schmarotzer-Sparbuch genutzt zu haben.

Der Hintergrund: Erst im Februar wurde Andrew an seinem 66. Geburtstag wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs von der britischen Polizei festgenommen. Er soll sensible Infos an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – ebenso wie Verfahren wegen mutmaßlicher Sexualstraftaten.

Ein blaues Auge als Urlaubs-Mitbringsel?

Doch die Urlaubs-Idylle bekam nach der Rückkehr einen optischen Dämpfer. Als Andrew am 4. Juni wieder im Land Rover auf dem Sandringham-Anwesen gesichtet wurde, schockierte er mit einem fetten Bluterguss im Gesicht. Woher das blaue Wunder stammt – ob vom ungeplanten Abgang vom treuen Vierbeiner oder einer härteren Landung in der Realität –, ist bislang das nächste gut gehütete Geheimnis des Ex-Prinzen. Amüsieren auf Kosten anderer funktioniert eben auch mit Veilchen.