In Top-Form

Ex-Rapidler Grüll schon besser als Bayerns Olise

© DeFodi Images via Getty Images
ÖFB-Star Marco Grüll ist aktuell der beste Scorer in der deutschen Bundesliga.
Zur Vollversion des Artikels

Die Erfolgsserie von Borussia Dortmund ist gerissen. Nach vier Siegen in Folge musste sich der Tabellenführer am Freitagabend zum Auftakt der 5. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen mit einem 2:2 (0:0) begnügen. Marcel Sabitzer und Co. gaben im Signal Iduna Park in einer packenden Schlussphase eine 2:0-Führung aus der Hand. Darüber freuten sich auch die Bremer Stützen Marco Friedl und Marco Grüll, der den Ausgleich mit einer idealen Flanke vorbereitete.

Dortmund hatte vor eigenem Publikum ein Übergewicht, es dauerte aber lange, bis Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) für den vermeintlichen Heimsieg sorgten. Der BVB war sich aber scheinbar zu sicher und Werder zeigte einmal mehr in dieser Saison Comeback-Qualitäten. Ludovit Reis (88.) wurde nicht attackiert und konnte via Innenstange treffen. In der Nachspielzeit funktionierte die Dortmunder Abseitsfalle nach einer Grüll-Freistoßflanke nicht und Niclas Füllkrug (92.) konnte freistehend wuchtig einköpfeln.

Grüll bester Scorer der Liga

Der Ex-Dortmund-Stürmer traf im vierten Ligaspiel in Folge. Bester Scorer im Team und aktuell auch in der gesamten Liga ist Grüll. Der 28-jährige Ex-Rapidler hält nach zwei Toren und fünf Assists bei sieben Scorerpunkten und ließ damit Bayerns Michael Olise (vier Tore, zwei Assists) hinter sich. Die Bayern sind wie der SC Freiburg drei Punkte dahinter erste Dortmund-Verfolger, es sind die einzigen drei Teams, die noch unbesiegt sind. Werder liegt nach der vierten ungeschlagenen Partie in Folge weitere zwei Zähler dahinter auf Rang vier.

Bei den Bremern muss Alexander Schlager weiter auf sein Ligadebüt warten, der Este Karl Hein wurde ihm trotz einer zuletzt beim Nationalteam erlittenen Oberschenkelprellung vorgezogen und zeigte eine herausragende Leistung. Bei den Heimischen stand Sabitzer erstmals in dieser Ligasaison in der Startelf, in der 39. Minute hätte der 32-Jährige beinahe einen Freistoß versenkt. Nach 72 Minuten wurde der Mittelfeldspieler ausgetauscht. Der angeschlagene Carney Chukwuemeka, der vom ÖFB-Team mit leichten muskulären Problemen zurückgekehrt ist, stand deshalb nicht im Kader. Dortmund ist gegen Werder nun acht Ligaspiele unbesiegt. Das war am Freitag nur ein schwacher Trost.