Nur Stunden im Amt

"F*ck Joe Biden": Erster Wirbel um Trumps neue Sprecherin

© beniraeharmony
Kaum ist Beni Rae Harmony im Weißen Haus angekommen, sorgt die neue Trump-Mitarbeiterin bereits für Schlagzeilen. Die 24-Jährige ist seit Montag als stellvertretende Pressesprecherin tätig.
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Auf dem inzwischen wieder aufgetauchten Foto posiert Harmony mit einem Gewehr und einem T-Shirt mit der Aufschrift "Fuck Joe Biden". Das Bild stammt aus dem Jahr 2021 und wurde ursprünglich vom damaligen republikanischen Kandidaten Jarome Bell veröffentlicht. Harmony arbeitete zu dieser Zeit für dessen Wahlkampfteam.

Im Netz kursieren inzwischen auch manipulierte beziehungsweise KI-generierte Versionen des Bildes. Das ursprüngliche Foto selbst wurde jedoch nicht einfach als Fake abgetan. Harmony soll den Beitrag auf Social Media sogar mit "Gefällt mir" markiert haben.

Vom Trump-Reporter ins Weiße Haus

Harmony kommt direkt aus dem Trump-freundlichen Medienmilieu. Bis zu ihrem Wechsel arbeitete sie als White-House-Korrespondentin für "Real America's Voice", einen konservativen Sender.

Nun sitzt sie auf der anderen Seite: Statt über Trump zu berichten, soll sie künftig dabei helfen, seine Politik zu kommunizieren. Ihren Wechsel bestätigte Harmony selbst auf X. Sie bedankte sich bei Trump für die Chance und sein Vertrauen.

Enge Verbindungen zur MAGA-Bewegung

Schon vor ihrem neuen Job war Harmony tief im MAGA-Umfeld verankert. Während ihres Studiums arbeitete sie für "Turning Point USA", die Organisation des später ermordeten Aktivisten Charlie Kirk. Sie bezeichnete Kirk als ihren Mentor.

Auch bei republikanischen Politikern sammelte sie Erfahrungen. Harmony absolvierte unter anderem Praktika bei Paul Gosar und Matt Gaetz.

Besonders bekannt wurde sie nach Kirks Tod durch einen emotionalen TV-Auftritt. Während einer Sendung würdigte sie ihn unter Tränen und sprach von seinem großen Einfluss auf ihr Leben. Anschließend wurde sie bei ihrem damaligen Sender suspendiert.

Weißes Haus verteidigt umstrittene Personalie

Im Weißen Haus steht man trotzdem hinter Harmony. Vize-Pressesprecherin Anna Kelly bezeichnete sie als "vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung" und lobte ihre bisherige Arbeit als Trump-Korrespondentin.

Harmony kommt zudem zu einem Zeitpunkt ins Trump-Team, in dem das Verhältnis zwischen Regierung und Teilen der US-Presse besonders angespannt ist. Trump hatte mehreren Medien den Zugang zum Weißen Haus entzogen. Die betroffenen Medienhäuser gingen dagegen juristisch vor.

Für Trump dürfte Harmony damit vor allem eines sein: eine loyale Stimme aus dem eigenen politischen Lager.