Der frühere Startrainer Arsene Wenger betonte, dass sich Befürchtungen über ein mögliches Desaster für kleinere Nationen nicht bestätigt hätten und die Qualität des Turniers stattdessen "sehr hoch" gewesen sei.
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Leistungsunterschiede immer geringer
Laut Wenger werden die Leistungsunterschiede zwischen vermeintlich großen und kleinen Teams immer geringer, was beispielsweise das starke WM-Debüt von Außenseiter Kap Verde verdeutlichte. Zudem zeigten die Daten, dass sich Regelanpassungen bewährt hätten: Abstöße wurden von den Torhütern schneller ausgeführt und medizinische Unterbrechungen gingen deutlich zurück.
Neuer Taktik-Trend
Ein weiterer auffälliger Trend dieser WM war die Verdopplung der Weitschusstore im Vergleich zum Turnier in Katar. Jürgen Klinsmann, der ebenfalls dem FIFA-Gremium angehört, erklärte dazu: "Wir haben gesehen, dass viele Teams tief verteidigt haben und schwer zu durchbrechen waren." Er könne sich gut vorstellen, dass künftig viele Mannschaften – auch auf Vereinsebene – "diesen tiefen Block kopieren" werden. Statistisch gesehen verharrten die Teams ohne Ballbesitz im Durchschnitt länger in einer tiefen Abwehr als noch 2022, weshalb ein schnelles Umschaltspiel enorm an Bedeutung gewonnen hat. Dies praktizierten auch die beiden Finalisten Spanien und Argentinien überaus erfolgreich. Abschließend kündigte Wenger an, die Auswirkungen der teils unpopulären Trinkpausen noch einmal detailliert zu analysieren. Zwar seien diese nicht überall auf Zustimmung gestoßen, jedoch hätten sie seinem persönlichen Eindruck nach die Ergebnisse nicht sonderlich beeinflusst.