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Fix: Nova Rock holt Die Ärzte 2027 als Headliner

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Das Highlight des ersten Tag des Nova Rock 2026 war die Verkündung des ersten Headliner für nächstes Jahr. 2027 kommen "Die Ärzte" nach Nickelsdorf.
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Volbeat haben spätnachts als Headliner auf der Hauptbühne den ersten Tag des diesjährigen Nova Rock Festivals beendet. Die Dänen präsentierten sich einmal mehr als Stimmungskanonen. Die Fans erhielten genau das, was sie von dieser Band regelmäßig in Nickelsdorf zu hören bekommen: Metal mit Rockabilly-Einschlag für die Massen. Am Ende des Auftritts wurden bereits Acts für 2027 angekündigt. So kommen Die Ärzte ins Burgenland, neben Motionless in White und The Butcher Sisters.

Gegenüber der letzten Show in Wien haben Volbeat die Setlist modifiziert. Hits wie "For Evig" und "Still Counting", beide am Ende des Sets und bejubelt, fehlten dabei nicht - und erwiesen sich als die perfekten Gassenhauer für eine nächtliche Rockparty bei tiefen Temperaturen und kaltem Wind. Die Band pendelte auch in Nickelsdorf zwischen härterem Rock und Mitgrölstücken, da durfte das Cover von "Ring of Fire" nicht fehlen, um dann das "von Johnny Cash gestohlene", so Sänger Michael Poulsen, "Sad Man's Tongue" folgen zu lassen - laut mitgesungen von den doch sehr vielen mitunter leicht bekleideten Besucherinnen und Besuchern, die der Kühle trotzten.

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"Die Nacht überleben"

"Die Songs, die die Leute kennen, sind die Songs, die die Leute mögen", brachte Drummer Jon Larsen im Interview vor der Show die Erfolgsformel für einen guten Gig von Volbeat auf den Punkt. Eine große Produktion muss da natürlich sein, viel Feuer gab es im Gegensatz zum Auftritt der davor spielenden Trivium nicht. "Wir hatten Pyro vor ein paar Jahren und es hat Spaß gemacht. Aber mit Feuer hat man nur begrenzte Möglichkeiten. Die Flammen können groß oder klein sein, sie können seitwärts, nach oben oder unten schießen. Wir haben es probiert und eines Nachts hätte ich mich fast verbrannt, also haben wir es offenbar gut gemacht."

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Welche Pläne Volbeat für die Zukunft haben? "Heute Nacht überleben", antwortete der Schlagzeuger. "Wenn wir auf Festivals spielen, fängt es normalerweise aus irgendeinem seltsamen Grund an zu regnen. Wir hatten vor ein paar Jahren einen richtigen Lauf. Bei jedem einzelnen Festival, auf dem wir spielten, regnete es." In Nickelsdorf blieb es zumindest trocken.

Unterdessen auf der Red Stage: Zwischen Schön- und Schreigesang und in einer massiven Ansammlung an Backingtracks lieferte die US-Alternative-Metal-Formation Bad Omens als dortiger Headliner eine aalglatt durchgetaktete Show in passender Optik ab. Eher am unteren Rand des Lautstärkespektrums gab man höchst Zeitgeistiges zwischen Metalcore und Pop zum Besten - vor einem sehr gut gefüllten Auditorium.

Trivium heizten ein

Trivium gastierten zum siebenten Mal am Nova Rock, "aber zum ersten Mal mit der kompletten Produktion", betonte Gitarrist Corey Beaulieu. "Wir haben jede Menge Pyros mit. We will blow shit up", lachte der Gitarrist vor dem Auftritt auf der Blue Stage. "Ich weiß, dass wir zuletzt vor sieben Jahren hier waren. Ich erinnere mich noch gut, dass die Reaktion des Publikums bei dieser Show eine der verrücktesten der ganzen Tour war. Hoffentlich können wir das diesmal noch toppen. Wir freuen uns jedenfalls riesig, hier zu spielen. Wir haben eine gute Zeit und kommen immer wieder gerne nach Österreich."

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Vielleicht beflügelte das die Spielfreude der US-Formation zusätzlich. Trivium ließen eine Metalwalze vom Stapel, eingebettet in einen fetten Sound, die alle Stückerln spielte: Ausufernde Songs mit technisch visierten, komplexen Gitarrenparts, eine Mischung aus aggressivem Gebrüll und Klargesang, Dynamik, Härte, aber auch Melodie. Zwischen Rauchwolken und Feuersäulen wechselte die Formation um Sänger und Gitarristen Matthew Heafy und Beaulieu, gekonnt zwischen den Stilen - in der mittlerweile eiskalten burgenländischen Nacht heizten sie den Fans ordentlich ein.

Mehr als ein Welthit

Der Headliner auf der heuer sehr stark programmierten Red Bull Stage war zuletzt 1994 in Wien live zu erleben. Der damalige Auftrittsort hat die Jahre nicht überdauert, Soul Asylum sehr wohl. "Genau das versuchen wir: länger im Geschäft zu bleiben als die Hallen und Clubs. Ich war als junger Mensch übrigens in Wolfgang Amadeus Mozarts Geburtshaus", erzählte Sänger Dave Pirner.

Die Rockband mit dem Welthit "Runaway Train" hat mehrere Alben veröffentlicht, hierzulande eher unbemerkt. "Manchmal denke ich: Mensch, warum wird die Band manchmal so unterschätzt? Dann wieder denke ich: Ich kann es kaum glauben, dass wir es so weit geschafft haben und immer noch dabei sind. Ich weiß nicht, ob es Glück ist, aber es ist definitiv viel Arbeit. Aber ich würde nichts lieber tun." Der Auftritt der Alternative-Rockband mit Grunge und 70er-Rock-Einschlag untermauerte diese Aussage.

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Eine Zeit lang wollte Pirner "Runaway Train" nicht mehr singen, weil es ihm "zu populär" war, wie er im APA-Gespräch sagte. "Aber es waren deswegen viele Leute sehr enttäuscht. Das schien mir dann doch nicht lohnenswert. Aber wir spielen auch viele Songs von unserem aktuellen Album und versuchen, das Ganze so frisch wie möglich zu halten, damit wir nicht einfach nur unser Programm abspulen." Das tat die gut geölte Band wahrlich nicht.

Jaulende Gitarren und Anarchy light

Bis zu den finalen Acts hatten die Sex Pistols feat. Frank Carter Anarchy light - ebenso stimmungsvollen wie doch etwas handzahmen Punk - verbreitet. Musiker und Aktivist Tom Morello ließ mit seinem Sohn Roman die Gitarren jaulen und verzichtete nicht auf eine politische Botschaft: "Fuck FPÖ", war auf seiner Gitarre zu lesen. Mastodon präsentierten sich nicht unbedingt in Überform. Eine der ambitioniertesten Performances zogen The Molotovs ab, eine aufstrebende britische Punk-Britrock-Geschwisterband. Die Wienerin Shmiffy schlug sich als erster musikalischer Act des Tages ordentlich. Lemo kam mit seinem Austropop überraschend gut beim Metalvolk an.

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Am Freitag geht das Festival u.a. mit The Cure, The Offspring, Ice Nine Kills und Thrown weiter. Bis inklusive Sonntag werden laut Veranstalter mehr als 200.000 Fans erwartet.