28:17-Zittersieg

Football-Team nach Türkei-Krimi im EM-Halbfinale

© AFBÖ/David Bitzan
Das heimische Football-Nationalteam hatte im zweiten EM-Gruppenspiel in Wien gegen die Türkei mehr Mühe als erwartet. Am Ende setzte man sich mit 28:17 durch und steht damit kommendes Jahr im Halbfinale.
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Die Mission EM-Titelverteidigung bleibt weiter am Leben. Das AFBÖ-Nationalteam setzte sich am Sonntag vor 1.408 Zuschauerinnen und Zuschauern im Wiener Sportclub-Stadion in einem echten Krimi gegen die Türkei mit 28:17 durch. Damit steht man nun im Halbfinale, wo man 2027 auf die Schweiz trifft. Im zweiten Halbfinale duellieren sich Finnland und Italien.

Das Team von Head Coach hatte vor allem zu Beginn des Spiels aufgrund des einsetzenden Regens Probleme. Die Abwehr der Türken war hellwach und konnte Nico Hroudas erste beide Auftritte schnell beenden. Hinzu kamen große Probleme bei den Special Teams. Punter Philipp Klar nahm nach einer Unaufmerksamkeit den Ball kniend auf, wodurch der Spielzug beendet war, beim nächsten AFBÖ-Drive konnte er den Snap nicht unter Kontrolle bringen.

Dass die Gäste daraus nur einen 7:0-Vorsprung herausholen konnten, war vor allem der heimischen Abwehr zu verdanken. Von da an übernahm rot-weiß-rot aber das Kommando in Wien Hernals. Hrouda führte die Offense routiniert über den Platz und Lukas Haslwanter konnte mit dem ersten Touchdown für Österreich den 7:7-Ausgleich erzielen. Die Defense blieb aber das Prunkstück aus heimischer Sicht. Vikings-Star Noel Svancar konnte mit einer Interception den Ball zurückholen und nach einem weiteren erfolgreichen Drive brachte unser Quarterback den Ball selbst über die Goalline zur erstmaligen Führung und beschenkte sich damit einen Tag nach seinem 24. Geburtstag selbst.

Türken wehren sich

Doch die Gäste hatten Lunte gerochen, wollten vor der Pause wieder ausgleichen. Doch erneut hielt die Defense dem Druck stand und ließ nur ein Field Goal zum 14:10 mit zwei Minuten auf der Uhr zu. Mit der Schlussoffensive konnte dann das Pokorny-Team noch etwas Druck herausnehmen. Fabian Eder konnte nach einem Hrouda-Pass die 21:10-Halbzeitführung erzielen.

Unsere Football-Asse kämpften sich gegen die Türkei ins Viertelfinale. © AFBÖ/David Bitzan

Doch auch Halbzeit 2 begann für unser Team mit einem Rückschlag. Gleich der erste Ballkontakt der Türken wurde zum Mega-Lauf von Emre Gökce bis in die österreichische Endzone zum 21:17. Es war wieder richtig spannend. Hrouda & Co. hatten aber wieder die passende Antwort. Diesmal konnte Patrick Welte mit einem Rushing Touchdown den alten Vorsprung wiederherstellen.

Beim EM-Showdown gegen die Türkei zählte jeder Meter. © AFBÖ/David Bitzan

Die Gäste hatten aber nun das Mittel gegen die starke österreichische Abwehr gefunden. Man setzte mehr auf das Laufspiel, doch auch darauf konnte sich unser Team einstellen.  So ging es mit einem 28:17-Vorsprung in das Schlussviertel.

Nerven liegen blank

Im ganzen Stadion war die Spannung zu spüren. Auf beiden Seiten gab es immer wieder Rangeleien. Vor allem die türkischen Spieler, die die große Sensation vor Augen hatten, fielen immer wieder mit Unsportlichkeiten auf. Doch man schadete sich selbst und wurde immer wieder mit Strafen geahndet. Dann gossen auch noch die Schiedsrichter zusätzlich Öl ins Feuer. Nach einem Monster-Sack von Matteo Hoppel mussten die Gäste fünf Minuten vor Schluss punten. Ein klares Foul der Österreicher gegen den Punter wurde allerdings nicht geahndet und so kam die heimische Offense mit 11 Punkten Vorsprung zurück aufs Feld.

Man ließ die Uhr nun routiniert runterlaufen und setzte großteils auf das gut funktionierende Laufspiel. Es ging in die Two-Minute-Warning. Dem AFBÖ fehlten nur noch zwei First Downs, um den Zittersieg zu besiegeln. Das erste gelang durch einen Traumpass auf Jonas Dachs-Wiesinger, nach einer Schock-Verletzung eines türkischen Abwehrspielers blieb es noch etwas länger spannend. Doch als XXXXX war der hart umkämpfte Sieg besiegelt und Österreich kann weiter vom dritten EM-Titel in Folge träumen.