Überraschende Folge

Grönland verbietet Alkohol - jetzt geht Hefe aus

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Ein vorübergehendes Alkoholverbot im Süden Grönlands hat eine ungewöhnliche Folge: In den Supermärkten ist Hefe plötzlich heiß begehrt.
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Die Nachfrage ist so stark gestiegen, dass die Lebensmittelkette KNI Pilersuisoq den Verkauf inzwischen beschränkt hat. Pro Haushalt dürfen maximal vier Packungen täglich gekauft werden.

Auslöser ist die Entscheidung der grönländischen Regierung, den Verkauf und Ausschank von Alkohol in der Gemeinde Kujalleq vorübergehend zu untersagen. Die Maßnahme erfolgte auf Wunsch des Gemeinderats. Wie lange das Verbot gelten soll, ist bislang nicht bekannt.

Hamster-Einkäufe

Nach Berichten des dänischen Rundfunks und des grönländischen Mediums "Sermitsiaq" soll ein Kunde sogar 47 Packungen Hefe auf einmal gekauft haben. Die ungewöhnlichen Hamsterkäufe brachten die Versorgung der Geschäfte zunehmend unter Druck. Juliane Henningsen Heilmann, zuständig für Personal, Kommunikation und Nachhaltigkeit bei KNI, bestätigte, dass außergewöhnlich große Mengen abgesetzt wurden.

Hefe wird nicht nur zum Backen verwendet, sondern kann auch zur Herstellung alkoholischer Getränke dienen. Ein Zusammenhang mit dem Alkoholverbot liegt daher nahe, wurde von der Supermarktkette allerdings nicht offiziell bestätigt.

Kujalleqs Bürgermeisterin Malene Vahl Rasmussen hatte sich für die Maßnahme eingesetzt. "Mit Blick auf die negativen Konsequenzen, die der Alkoholkonsum für unser Umfeld hat, können wir die Art, wie wir Alkohol konsumieren, nicht länger verantworten", erklärte sie auf Facebook. Konkrete Vorfälle nannte sie nicht. Wann das Verbot endet und die Hefe-Rationierung aufgehoben wird, bleibt offen.