Früher erkannte man Fußballstars am Designer-Sneaker. Heute reicht ein Blick auf die Ankunft der Nationalteams, um zu sehen: Die wahren Statussymbole hängen längst am Arm. Und zwar nicht irgendeine Tasche, sondern Hermès, Chanel & Co. – am liebsten groß, schlicht, selten und so teuer, dass selbst eingefleischte Fashion-Insider kurz nach Luft schnappen.
Denn während viele Spielerfrauen seit Jahren für ihre Birkin Bags, Kellys und Chanel-Klassiker bewundert werden, ziehen die Fußballstars jetzt nach. Oder besser gesagt: Sie überholen rechts. Die neuen It-Bags der Profis sind keine kleinen Crossbody-Modelle, sondern riesige Weekender und Reise-Bags, die aussehen wie elegante Understatements – aber preislich in einer ganz eigenen Luxus-Liga spielen.
Hermès ist der neue Pokal
Besonders begehrt sind derzeit Bags von Hermès. Die französische Luxusmarke gilt ohnehin als Königin der Taschenwelt: schwer zu bekommen, streng limitiert, extrem wertstabil und mit Modellen, auf die Kunden oft jahrelang hinarbeiten. Eine Birkin oder Kelly Handtasche kauft man nicht einfach so im Vorbeigehen. Viele Modelle landen nur bei ausgewählten Stammkunden – oder später zu deutlich höheren Preisen auf dem Resale-Markt. Genau das macht die Taschen für Fußballstars offenbar so interessant. Wer ohnehin alles kaufen könnte, will eben das, was nicht einfach jeder bekommt.
Birkin oder HAC? Hauptsache Hermès
Aktuell werden die Taschen der Spieler oft als "Birkin Bags" bezeichnet. Ganz korrekt ist das nicht immer. Viele Profis tragen nämlich Modelle aus der Hermès-Linie "Haut à Courroies", kurz HAC. Diese Tasche ist sozusagen die große, reisefreudige Schwester im Hermès-Universum – ursprünglich für Reit- und Reiseequipment gedacht, heute ein Symbol für "Quiet Luxury" in seiner teuersten Form.
Ein perfektes Beispiel: Lionel Messi. Der argentinische Superstar erschien bereits mit einer Hermès Cargo HAC 40 – einem extrem seltenen Modell, das je nach Markt mit einem Wert von über 50.000 Euro gehandelt wird. Sportlich ist Messi längst Legende, modisch scheint er nun ebenfalls in der Champions League der Accessoires angekommen zu sein.
Genau so ein Modell sorgte auch bei Jonathan Tah für Aufmerksamkeit. Der deutsche Nationalspieler erschien bei der Ankunft in Wolfsburg mit der gleichen Hermès-Tasche wie Messi, in klassischem Beige-Schwarz-Look.
Die Tasche wirkt schlicht, beinahe zurückhaltend – kostet aber je nach Ausführung und Verfügbarkeit ein Vermögen. Quiet Luxury eben: sehr unauffällig, sehr teuer.
Haaland liebt es teuer
Auch Erling Haaland beweist, dass sein Gespür für Treffer nicht am Strafraum endet. Der norwegische Torjäger wurde bereits mit einer Hermès Bag gesehen, die Medienberichten zufolge rund 11.000 Euro, gekostet haben soll. Für Hermès-Verhältnisse fast schon ein "Einstiegsmodell" – für Normalsterbliche trotzdem eine Investition, über die man länger nachdenkt als über einen Urlaub.
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Dominic Calvert-Lewin machte den Weg frei
Einer der ersten Fußballer, der diesen Fashion-Hype konsequent mitprägte, war Dominic Calvert-Lewin. Der englische Stürmer gilt seit Jahren als einer der stilbewusstesten Profis Großbritanniens. Während viele Kollegen lange lieber auf sichere Sporttaschen und schlichte Reisekoffer setzten, machte Calvert-Lewin aus seinen Looks ein Statement. Seine XXL-Birkin in Braun passt perfekt zu seinem Image: elegant, mutig, luxuriös und bewusst gegen alte Rollenbilder im Fußball.
Rayan Cherki dürfte ebenfalls ein Fan dieses Modells sein. Der französische Nationalspieler wurde vor kurzem mit der selben Bag gesichtet.
David Alaba setzt auf Chanel
Aber: Nicht jeder Fußballstar greift zu Hermès. David Alaba zeigt, dass auch Chanel bei Männern funktioniert – vor allem, wenn das Modell groß, schwarz und maximal elegant ist. Seine schlichte XXL-Bag von Chanel wirkt auf den ersten Blick unaufgeregt, fast clean. Doch genau solche Taschen sind oft die teuersten: edles Leder, ikonische Verarbeitung, kaum sichtbarer Luxus.
Preislich bewegt sich so ein Modell schnell im fünfstelligen Bereich. Anders gesagt: Die Tasche kostet wahrscheinlich so viel wie ein Kleinwagen. Nur lässt sie sich deutlich stilvoller in der Hand tragen.
Rimowa ist Standard
Und selbst bei den Koffern zeigt sich der Luxus-Trend. Fast alle Topspieler reisen mittlerweile mit der Marke Rimowa. Die Aluminium-Koffer gelten als Klassiker unter Vielfliegern und kosten schnell über 1.000 Euro. Früher wäre das ein Statement gewesen. Doch neben den exklusiven "Reisetaschen" wirkt ein Handgepäckskoffer von Rimowa heute beinahe wie die vernünftige Basis-Ausstattung.
Die neue Königsklasse hängt am Arm
Fest steht: Ob Messi mit Hermès oder Alaba mit Chanel – die Fußballstars haben die Handtasche endgültig zur Männersache gemacht. Und zwar nicht irgendeine, sondern die exklusivsten Varianten davon.