Klima-Aktivisten
Hitze-Demo: "Fridays for Future" sind zurück
Zu der kurzfristig organisierten Kundgebung hatte die Klimabewegung Fridays For Future aufgerufen. Anlass waren die Rekordtemperaturen der vergangenen Tage sowie die zunehmenden Auswirkungen der extremen Hitze.
Die Teilnehmer gedachten mit einer Schweigeminute der Menschen, die infolge der Hitze ums Leben gekommen sind. Lichtprojektionen auf dem Parlamentsgebäude sollten auf die Folgen der Klimakrise aufmerksam machen und die Forderungen der Demonstrierenden sichtbar machen.
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"Die Meldungen zu Hitzeopfern überschlagen sich, Landwirtschaften sind über ihrem Limit, Brände brechen auch in Österreich aus, erstmals werden 41 Grad in Österreich gemessen. Wir befinden uns in einer Notlage", erklärte Veronika Müller von Fridays For Future. Aus Sicht der Klimabewegung bleibe die politische Reaktion auf die Hitzewelle weitgehend aus.
Kritik an Regierung
Kritik richteten die Aktivisten insbesondere an Bundeskanzler Christian Stocker und Klimaminister Norbert Totschnig. Beide hätten sich aus Sicht der Organisation nicht ausreichend zu umfassenden Schutzmaßnahmen gegen die Hitze geäußert. Das Schweigen der Regierung sei angesichts der aktuellen Lage nicht nachvollziehbar.
Fridays For Future fordert unter anderem ein wirksames Klimagesetz, eine raschere Sanierung von Gebäuden zum Schutz vor überhitzten Wohnungen, stärkere Klimaschutzmaßnahmen auf europäischer Ebene sowie zusätzliche finanzielle Mittel für den Hitzeschutz.
"Wie viele Menschen müssen noch an der Hitze sterben, bevor gehandelt wird?", fragte Sprecherin Emma Reynolds bei der Kundgebung. Klimapolitik könne Leben retten und müsse deshalb deutlich entschlossener umgesetzt werden.
Bei der Mahnwache kamen auch Menschen zu Wort, die besonders von den Folgen der Hitze betroffen sind. Ein Pensionist, ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sowie junge Teilnehmer aus von Waldbränden betroffenen Regionen Italiens schilderten ihre Erfahrungen. Nach Angaben der Veranstalter konnten viele besonders gefährdete Menschen aufgrund der extremen Temperaturen gar nicht an der Kundgebung teilnehmen.